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...gelebte Spiritualität und gelebte Liebe


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Dieses Thema hat 48 Antworten
und wurde 2.733 mal aufgerufen
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Anna Offline

Klarspüler


Beiträge: 1.322

26.11.2007 23:44
Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Hm, ich merke, dass sich in der letzten Zeit sehr viel in mir tut...
Hier sind auch sehr stark Gedanken- oder Willensänderungen in Dingen bedingungslose Liebe in Verbindung mit Sexualität und/oder Partnerschaft dabei.
Ich merke, dass ich gar keine feste Beziehung mehr haben möchte, da ich mich selbst immer damit einengte. Gut, ich vergass mich, gab mich auf und dies kann man ja ändern, sobald man es erkannt hat. Aber irgendwie... ich möchte auch einfach Leute auf der Straße umarmen, ihnen einen Kuss auf die Wange geben, wenn ich fühle, dass sie traurig sind oder sich allein fühlen, möchte meine Freunde oder andere treffen können, irgendwo von mir aus übernachten, wenn es mal zu lange wird und und und. ... ich glaub, das würde kein Partner mitmachen...
Auch möchte ich mich nicht wieder auf eine Person beschränken, ihm mehr Liebe geben als anderen, möchte das in mir mit allen teilen.
Ok, von dem her könnte Sexualität gerade etwas heftig vorkommen, klar.
Diese Erklärung halte ich mir einfach mal für später auf.
Ja, ich bin hier noch in der Umbruchphase mit mir selbst, darum kann ich auch noch nicht genau sagen, wie es in mir weitergehen wird, wie das Ergebnis dieser Gedanken aussieht, aber obiges ist gerade mein Stand der Dinge...
Wie sieht das bei Euch aus?

Alles Liebe,
Anna

Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...

Norbix Offline

Sehr aktives Mitglied


Beiträge: 227

27.11.2007 08:04
#2 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Hallo liebe Anna,
hallo zusammen ihr Lieben hier,

interessant was du so schreiben tust und als deine Umbruchphase betitelst ...
ich kann es auch mehr wie gut nachvollziehen, weil ohne das ich mich deswegen in eine Umbruchphase befinden würde, ich seit langem schon genau so dein Denken und Suchen inne habe.
Ich glaube - und ich betone nochmals zu sagen es nur zu glauben -
das es dir (und vermutlich auch einigen Anderen) gar nicht so um die Festlegung gehen tut, zu sagen "ich will/suche keine feste Beziehung"

Ich denke nicht das es sich um das Thema "feste Beziehung" ja oder nein, hon oder her handelt ...
es geht viel mehr und eher um das eigene Selbst-Bewusst-Sein, was in einem direkten Zusammenhang dann steht, ein völlig anderes, und auch intensiveres, Freiheits-Gefühl und Denken zu haben.

Auch ich bin Suchend, wenn man es so mag und sehen will ...
auch ich tue mich parallel dazu nicht leicht und in Gesprächen wurde recht oft es schon dahin gelenkt, das man sagte "du hast zu hohe Ansprüche" und/oder "das liegt nur daran das du das alleine Sein gewöhnt bist und Schwierigkeiten hast diese Angewohnheiten abzulegen" ...
und damit ist die Gesellschaft dann schon durch mit ihren Argumentationen.
Nun gut, ich will den zweiten Satz nicht völlig beiseite schieben, sicherlich und klar sind hier diverse Gewohnheiten entstanden, die abzulegen einem nicht leicht fallen könnten. Ich betone aber auch hier "könnten" -
denn wenn die sogenannte "richtige Person" einem ins Leben tritt, man innig und rein und wahr liebt, welche Angewohnheiten auch immer - keine dieser Angewohnheiten hätte doch ne Chance sich durchzusetzen dann und weiter zu bestehen.

Aus dem was Anna umschreiben hat, die Freiheit sein eigenes ICH zu leben, die Form des Selbst-Bewusst-Seins -
es ist das was ich selbst auch habe und nicht geringeres oder wenigeres ich bei einer Partnerin mir wünsche und suche.
Doch bislang war meine Suche hierzu vergeblich ...
und abschließend hierzu noch damit keine Mißverständnisse auftreten, ich suche nicht primär die bereits fertige perfekte Frau oder sowas ,-
aber sie sollte wenigstens Wunsch und Sehnsucht, daraus resultierend Bereitschaft und Willen mitbringen "sich selbst ändern zu wollen !!!" um ein Leben in Selbst-Bewusst-Sein, Selbst>Bestimmung und damit der besonderen Freiheit und nicht zuletzt der hieraus intensiveren und ehrlicheren Liebe, zu führen.

Ich drücke dir die Daumen liebe Anna das du auf diesem (teilweise zermürbenden) Wege bleibst, denn er führt zum eigenen ICH ,-
er führt aus den Gefängnissen des Mensch-Seins welches über lange Zeiten gesellschaftlicher Prägungen aufgebaut wurde ,-
er führt zu mehr Ehrlichkeit, Freiheit und damit zur eigentlichen und wirklich wahren Liebe.

Gut, sind halt so meine Ansichten hierzu ...

liebe Grüße
Norbix

Norbix Offline

Sehr aktives Mitglied


Beiträge: 227

27.11.2007 08:28
#3 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

so, ich nochmal ...

und möchte mich mal an das heikle Thema der Sexualität heranwagen, mich trauen gewisse Denkansätze und damit Tabus anzusprechen und mich damit bewusst der Gefahr auszusetzen in diverse ggf unnette Schubladen reinzufliegen.

Sexualität ...
es gehört zu jedem Menschen, zu jedem Mensch-Sein dazu ...
es sind innigste und intensivste Gefühle für jeden Menschen damit verbunden ...
es gehört zum Menschen wie das atmen, wie das Essen und Trinken ...

Und doch wird nahezu seit Ur-Zeiten die Sexualität geradezu verdammt, ja sogar verteufelt ...
man läßt kaum etwas aus dieses starke Urgefühl in uns zu denunzieren und in den Dreck zu ziehen ...
Dadurch wird die Sexualität zur größen Lüge der Menschheit, zum größen Gefängnis welches sich die Menschheit selbst schuf.

Ich hatte mal vor einiger Zeit in einem anderen Forum eine Diskussion, und zwar ging hier um die sogenannten Schlampen.
Die damit übliche Agumentation das Menschlein, primär Frau sowas nicht zu tun habe, sie schließlich keusch zu sein habe ,-
das Sexualität ausdrücklich und NUR sich gegenseitig liebenden Menschen vorbehalten ist (Fragen hierzu - wer bitte schön legt dies denn fest um welche Liebe in welcher Form und Ausprägung es sich handeln soll ? Wenn dieses beschränkende Denken je stimmen täte, wird es doch absurdum geführt das Beziehungen entstehen ebenso wie diese von sehr schnell bis sehr lange sich auch wieder beenden)
und bis hin zu Kirchen und andere Glaubensrichtungen, die den Sex vor einer Ehe oder vergleichbaren ablehnen und verbieten.

Mal im ernst und in diesem Zusammenhängen, wenn es also wie die Kirchen und die Gesellschaft sagt und glaubt da oben einen großen alten Mann namens Gott gibt ...
der uns Menschlein versehen hat mit körperlichen Wünschen und Trieben, der Natur- und Tierwelt analog gleich ...
dann soll dieser liebe alte Mann da Oben gesagt und gemeint haben wir müssen uns die schönsten und intensivsten körperlichen Gefühle verwehren und unterdrücken weil wir das NUR dürfen, wenn wir echt und wahr lieben (und tun wir das denn auch ???) und in einem Stand der Ehe sind ?

Zurück zu meiner geführten Diskussion um bzw über Schlampen ...
ich erinnere mich an meine Worte damals, an meine Interpretation wie ich Schlampen durchaus "auch" sehe :
Sowieso erst einmal als Mensch natürlich !!!
Darüber hinaus als einen (weiblichen) Menschen, der sich zu gut Deutsch gesagt nen Dreck schert über gesellschaftliches Denken und Konventionen, die zu sich und ihren Wünschen/Sehnsüchten, wegen mir auch Trieben steht, und diese Selbst-Be-Wusst auch ausleben tut.

Natürlich ist dies ein heikles Thema ...
voller Tabus, voller Lügen ...
es steht ein jedem frei wie er/sie sich selbst dazu bewegt und letztlich auch darstellt ...
Nur muß sich doch niemand wundern, wenn die wahre wirkliche Liebe immer schwieriger zu finden ist, wenn die Suche nach einer Partnerin/einem Partner begleitet ist von gesellschaftlichen Zwängen, Tabu-Gehabe und Lügen.
Neben diesem ganzen dogmatischen Glaubenskram auf unserer schönen Erde ist die Lüge und das öde Tabu-Gehabe um die schönste Sache der Welt mit verantwortlich für soviel unnnötiges Leid auf Erden ...

Wieviele Seelen und eigene ICH´s werden buchstäblich verraten und vergewaltigt nur um diese Tabus und Lügen aufrecht zu erhalten, ihnen (und damit einer Gesellschaft) zu entsprechen ?
Bis hin zu wieviel menschliche Leben werden in Abgrund und sogar Tod gestossen wegen dieser Lügen und Tabus ?

Mir fällt hierzu passend mein letzter Beitrag hierzu ein, eine Passage daraus die ich zum Nachdenken reinkopiere und mich damit erst einmal für heute verabschiede ...

Es interessiert mich nicht, ob du das, was du mir erzählst, wahr ist.
Ich will wissen, ob du andere enttäuschen kannst, um dir selbst treu zu bleiben ;
ob du den Vorwurf des Verrats ertragen kannst, um deine eigene Seele nicht zu verraten ;
ob du treulos sein kannst, um vertrauenswürdig zu bleiben.


liebe Grüße
Norbix

Anna Offline

Klarspüler


Beiträge: 1.322

27.11.2007 09:55
#4 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Ach Norbix, ich liebe Dich!

Ich habe es extra als Umbruchphase betitelt, da ich zwar sonst gegen jegliche Regeln arbeite - mag halt Regeln an sich nicht - und mich selbst in Dingen Sexualität in eine Schublade steckte, mich lange nicht von den "Anstandsregeln" befreien oder die Freiheit in mir verinnerlichen konnte.
Mei, ich hab genossen, das gesteh ich ehrlich, schäme mich auch nicht für all meine Erlebnisse.
Jedoch merke ich, um wieviel schöner es sein kann, wenn keine Anforderungen anbei sind, der fahle Nebengeschmack dabei ist. Der wiederum fehlt, wenn man die Liebe/Sexualität bewusst teilt. Klar kann ist dies bestimmt auch in einer festen Beziehung, aber ich denk hier halt doch anders. Hm, wir 2 haben uns darüber ja auch schon mal privat unterhalten...
Ich sehe die Sexualität mittlerweile auch als "Heilwerdung" an. An sich selbst, an anderen bzw. an meinem Gegenüber. Warum soll ich mir oder dem anderen dies verwehren?
Ich mein, je bewusster man darüber nachdenkt, umso reiner wird es auch, klarer, einfacher - es wird nicht mehr "schmutzig oder Schlampenhaft" darüber gedacht.
Was nu nicht heißen soll, dass dieser Gedanke eine Art Freibrief ist, denn wenn es wirklich bewusst aus-gelebt wird, so gibt es dies ja auch nicht mehr.
Hm, eigentlich gar nicht so leicht zu erklären, was innen ist...

Ja, ich hör auch erst mal auf und wünsch Euch alles Liebe,
Anna

Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...

Sternenlicht Offline

Stern des Lichts


Beiträge: 953

27.11.2007 10:42
#5 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Ich sehe wie ihr beide, Anna und Norbix, das Erkennen und das Annehmen der eigenen Sexualität als eine große Befreiung an. Sie in einer Beziehung ausleben zu können setzt voraus, dass man einen Partner hat, der ebenso bewusst lebt oder wenigstens bereit ist, sich auf ein solches neues Bewusstsein einzulassen, damit man sich gemeinsam weiterentwickeln kann. Dieser Prozess verläuft dann eventuell langsamer, als wenn man den Weg mit einem freien Sexualpartner gehen würde... oder wie denkt ihr? Ich denk grad an den tantrischen Weg... hab grad ein schönes Buch dazu gelesen. Man führt ja bei einem solchen Weg keine partnerschaftliche Beziehung zu der Yogini/dem Yogi. Wichtig ist das eigene Erkennen, das Verlieren der eigenen Ängste, das Ablegen gesellschaftlicher Zwänge, der energetische Weg hierbei... Es dient alles der eigenen Weiterentwicklung und Selbstentfaltung. Ich denke, nach einer solchen Erkenntnis ist man, wie Anna, an dem Punkt, dass man keine feste Beziehung mehr braucht, weil man alle Menschen, alle Geschöpfe, in irgendeiner Form liebt...

Hmmm... ich lebe in einer festen Beziehung, kenne diese Art Freiheit nicht, die Anna beschreibt. Ich weiß nicht, traurig bin ich deshalb nicht, ich vermisse es bisher nicht. Jeder hat auch seine eigenen Bedürfnisse, Wünsche im Umgang miteinander, und das ist auch gut so. Wichtig ist doch vor allem, dass man sich selbst treu bleibt und sich nicht verleugnet, dann kommt man im Leben, in seiner inneren Entwicklung voran. Sich den gesellschaftlichen Konventionen, Zwängen unterzuordnen würde bedeuten, auf der Stelle zu treten, vll sogar zurückzugehen.
Soweit meine gedanken, die ich jetzt in den Raum stellen möchte...

Alles Liebe euch,
Dani

_________________________________________________
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.
On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.

(Antoine de Saint-Exupéry)

Marjul Offline

Sehr aktives Mitglied


Beiträge: 121

27.11.2007 13:55
#6 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Hallo ihr Lieben!

Mir gefällt ein Ausspruch von Brigitte Bardot: Jede Liebe dauert so lange wie sie es verdient.
Muss sie länger dauern?
Auf der anderen Seite stehen die sozialen Verpflichtungen, die ich eingegangen bin, und die Kinder.
Ich habe es für mich so gelöst, dass ich meine Ehe als meinen Arbeitsvertrag betrachte. Mit meinem Chef verstehe ich mich sehr gut, seitdem ich nicht mehr meine ihn lieben zu müssen.

Die Frage ist, ob und wie ich mit dem Partner einig werden kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Seelen keine entgegengesetzten Bedürfnisse haben können, denn sie sind eins. Wenn wir unterschiedlicher Meinung sind über unsere Beziehung, täuscht sich mindestens einer von uns. Das kann sehr schmerzhaft sein.

Um Schmerzen möglichst zu vermeiden, frage ich jetzt immer vorher - bevor Verstrickungen entstanden sind, die den Blick trüben - , was meine Seele und die des möglichen Partners überhaupt wollen. Zu oft habe ich mir hinterher sagen müssen: das hast du im Grunde doch sofort gewusst...

...Meinem tiefsten Bedürfnis entspricht es allerdings, wenn Liebe und Treue von selbst zusammenfallen...

Liebe Grüße
Marjul



DER WANDEL
Ich wandle. Ich werde. Ich komme. Ich weile. Ich gehe. Ich bin.

http://www.scribd.com/doc/6412062/Im-Sch...ng-von-Gedanken

Gwenda ( Gast )
Beiträge:

27.11.2007 22:10
#7 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Zitat Marjul:

...Meinem tiefsten Bedürfnis entspricht es allerdings, wenn Liebe und Treue von selbst zusammenfallen...

diese Zeilen sind mir aus der Seele gesprochen..
danke Marjul...
Tara Marie ( Gast )
Beiträge:

27.11.2007 22:55
#8 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Zitat von Marjul
Hallo ihr Lieben!
Mir gefällt ein Ausspruch von Brigitte Bardot: Jede Liebe dauert so lange wie sie es verdient.
Muss sie länger dauern?
Auf der anderen Seite stehen die sozialen Verpflichtungen, die ich eingegangen bin, und die Kinder.
Ich habe es für mich so gelöst, dass ich meine Ehe als meinen Arbeitsvertrag betrachte. Mit meinem Chef verstehe ich mich sehr gut, seitdem ich nicht mehr meine ihn lieben zu müssen.
Die Frage ist, ob und wie ich mit dem Partner einig werden kann. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Seelen keine entgegengesetzten Bedürfnisse haben können, denn sie sind eins. Wenn wir unterschiedlicher Meinung sind über unsere Beziehung, täuscht sich mindestens einer von uns. Das kann sehr schmerzhaft sein.
Um Schmerzen möglichst zu vermeiden, frage ich jetzt immer vorher - bevor Verstrickungen entstanden sind, die den Blick trüben - , was meine Seele und die des möglichen Partners überhaupt wollen. Zu oft habe ich mir hinterher sagen müssen: das hast du im Grunde doch sofort gewusst...
...Meinem tiefsten Bedürfnis entspricht es allerdings, wenn Liebe und Treue von selbst zusammenfallen...
Liebe Grüße
Marjul



Das ist ja mal ein bemerkenswerter Beitrag ... den möchte ich auch garnicht kommentieren ... *maldenvirtuellenhutzieht

LG
Tara Marie

Anna Offline

Klarspüler


Beiträge: 1.322

28.11.2007 07:43
#9 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Liebe und Treue... wär auch wieder ein eigenes Thema...
Aber schön geschrieben Marjul, denn dies ist auch ein Punkt, der hier natürlich noch in mir mitkreist, da Treue wichtig ist.
In meinen Gedanken gehört so viel dazu... meine Grundregeln, die besagen, keine Seele zu verletzen, solange dies nicht nötig ist und nötig muss nix sein - gibt ja immer einen Weg. Sag ja, ich bin am umdenken und in mir weiß ich, dass alles vereinbar ist...

Habt einen wunderbaren Tag,
Anna

Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...

Norbix Offline

Sehr aktives Mitglied


Beiträge: 227

28.11.2007 08:27
#10 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten
hmm ...

klar sind so eure meinungen und Denken richtig, stelle ich nicht in Frage ...
aber auf den Kern meiner Worte wie Wir, sprich Menschleins, selten agieren und mehr re-agieren---> und dazu meist voll geprägt von (unbewussten) Glaubens- und Denkmustern der individuellen Art (Kindheitserfahrungen, Erziehung usw) bis hin zu gesellschaftlichen Konventionen die sich teilweise seit Jahrhunderten aufrecht halten.
Darauf geht ihr leider nicht ein ...
Ich nehme mich hierzu doch auch nicht aus, das wider besseren Wissens der Spiritualität, u.a. wir sind alle EINS, ich dennoch ebenso diese Prägungen inne habe und mich daher natürlich auch ertappe, das eine oder andere mal so zu reagieren, danach zu leben.

Anders mal gesagt bzw gefragt ...
Sowohl euer tatsächliches reales Handeln innerhalb zwischenmenschlicher Beziehungen ,-
spontan auftreteneder Lust zu zwischenmenschlichen Körperlichkeiten, selbst gegenüber einem Wildfremden hin ,-
und auch spirituelle Denkansätze zu Liebe...Treue...u.v.m. ---
wäre all euer Handeln, Denken und Glauben noch identisch das Gleiche, würdet ihr bzw wir nicht hier im christlich-westlichen Umfeld geboren und aufgewachsen sein, sondern z.b. mitten im Dschungel in einem Eingeborenendorf ?

Würden wir dann tatsächlich gleiches Anforderungs- und Vorstellungsdenken besitzen ob und wie der Prinz/prinzessin auszusehen hätte und ob ich mich auch ja gesellschaftlichen Konventionen geschuldet so oder so kleide und mich auch benehme ?

Ich sage klares NEIN -
und das meinte ich mit unseren eigenen selbstgeschaffenen Gefängnissen die uns daran hindern frei und offen ehrlich zu leben - zu lieben.

Was Anna erlebt ...
ich seit Jahren erlebe, ist das die Seele, das eigene ICH sich durchsetzen tut, zumindest durchsetzen will ...
das es nach Freiheit schreit fern den ganzen Korsetts die man um hat durch Erziehungen und Gesellschaft.

liebe Grüße
Norbix
Sternenlicht Offline

Stern des Lichts


Beiträge: 953

28.11.2007 09:15
#11 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Norbix, auch da, in einem Eingeborenendorf in der Mitte von Nirgendwo haben sich im Laufe der Zeit Regeln durchgesetzt, oft patriarchalisch dominiert, manchmal umgekehrt, aber immer irgendwie strukturiert und als Folge dessen limitiert, limitierend... so dass ich nicht sicher bin, ob selbst da eine freie Entfaltung der eigenen Sexualität stattfinden kann.
Aber mir fällt grad ein interessantes Buich zum Thema ein, das muss ich aber heute nachmittag raussuchen, hab jetzt keine Zeit mehr dazu. Ich freue mich inzwischen auf eure zahlreichen Antworten und bin bald wieder dabei!

Alles Liebe, Dani

_________________________________________________
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On ne voit bien qu'avec le coeur. L'essentiel est invisible pour les yeux.

(Antoine de Saint-Exupéry)

Anna Offline

Klarspüler


Beiträge: 1.322

28.11.2007 11:51
#12 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten
Hm, wenn ich jetzt an den Film "Die weiße Massai" denke, so ist auch da Eifersucht und Besitzdenken vorhanden...
Aber was noch lange nicht heißt, dass man dies nicht ändern kann.
Ich versuchs mal mit einem Beispiel...
Man trifft jemanden, der von mir aus bestimmte Probleme hat... Man kommt ins Gespräch und die Anziehungskraft ist sehr stark vorhanden.
Jetzt strahlt hier jemand aus, der andere fasst es auf und reagiert. Was hier für mich wichtig ist, ist auszudrücken, dass es nicht das Gefühl sein muss, das in einer Partnerschaft ist. Es ist einfach. 2 Menschen, die entweder gegenseitig gerade brauchen oder wollen oder 1 Person, die Heil sucht und die andere Person darauf eingeht, heil geben möchte.
Es hat nichts mit Untreue zu tun, wenn man in einer Partnerschaft nebenbei lebt. Ich sehe es als Hilfe an, hört sich zwar blöd an, aber gemeinschaftliches Leben würde vielleicht auch nicht richtig verstanden werden. Der Partner - wenn einer da wär, ist und bleibt der Partner, von mir aus auch die Nr. 1, aber das Umfeld oder andere Menschen sind eben auch wichtig.
Ach Norbix, findest Du die Worte, die ich suche?
... ist gar nicht so einfach...

Vielleicht fängt man hier mit folgenden Punkten an...
1. bezieht sich die Liebe immer nur auf einen Menschen?
2. warum wird "körperliche Treue" als Liebesbeweis verstanden?

Ist dies nicht Betrug an der Liebe?

Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...

Norbix Offline

Sehr aktives Mitglied


Beiträge: 227

28.11.2007 13:23
#13 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Liebe Dani,

darauf wollte ich doch gar nicht hinaus, sprich mit meinem Beispiel wollte ich auf keinen Fall dahin zu sagen oder Glauben zu machen, im Dschungel hätten sie nicht auch ihre Regeln, Rituale u.v.m. ...
Ich wollte damit verdeutlichen, das sie "ANDERE" Prämissen damit haben als wir hier im westlich-christlichen Ländern.
Wollte damit verdeutlichen das wir gewollt oder ungewollt in vielen persönlichen und gesellschaftskonvertierten Mustern stecken, nach denen vieles von dem was wir leben und handeln geprägt ist.
Aber eben auch dem, das unsere Seele und/oder ICH nach mehr und anderem hungert, das sie frei sein will, frei leben möchte ...

Es ist auch an Niemanden gleich wo auch immer Vorwurf und Kritik ...
ich verbinde damit nur ein sich selbst klarmachen und erkennen, das man in eigens gestrickten Fesseln leben tut und damit weder Müller, Maier oder Huber oder sonstwer schuldig daran ist.
Und wenn ich - soweit meine persönlichen Erfahrungen - mich auf dem praktischen (sprich nicht nur dem theoretischen) spirituellen Weg befinde, mich mit meinem wahren ICH beschäftige, wird genau das passieren was Anna spricht... was ich spreche... was viele andere sprechen bzw zumindest so erleben ...
nämlich die spürbare Unfreiheit des eigenen ICH ...
der brennde Wunsch des eigenen ICH, der eigenen Seele nach FREIHEIT und eigenem LEBEN

Und so entstehen Fragen wie sie Anna stellen tut ...
vielleicht ein etwas blödes Beispiel, aber ich versuchs dennoch mal damit ...
Der Wunsch nach einem Stück Schokolade, er taucht nicht selten unvermittelt auf, zumeist wenn man Schokolade wo sehen tut.
Und mal abgesehen bitte von gesundheitlichen und sonstigen Diät-Gedanken -
wir Menschleins geben doch diesem Wunsch mehr oder weniger unbekümmert nach.
Kaum jemand wird vermutlich eine innere Doktorarbeit abhalten und sich wildesten Spekulationen dabei hingeben -
oder doch ?
Das ist LEBEN ...
das ist JETZT ...
das ist Freiheit

Und warum können wir das nicht auch mit unseren anderen körperlichen Wünschen, Gefühlen und Sehnsüchten ?
Weil es sich nicht geziemt ?
Weil paar Menschleins mal sagten was man darf und nicht darf, was sich gehört und nicht gehört ?
Weil Instutionen es als eine Sünde darstellen, als den Apfel vom heiligen Baum ?

Nochmal ...
mir geht nicht um ein Anprangern, vorwerfen... rumkritisieren ...
ich habe genauso diverse (unterbewusste) Muster und lebe nunmal auch in der gleichen Gesellschaft die einen vorsagt was man darf oder nicht darf. Mir geht es bei meinen Worten nur darum, zu erkennen was man IST, was man im Innersten gerne möchte und dann dazu halt stehen wenn man entscheidet, aus welchen Gründen auch immer, anders zu sein.
Und gleichzeitig fördert es Verständnis für Menschleins die "Anders" sind ...
"anders" leben wollen und leben tun.

liebe Grüße
Norbix

Sternenlicht Offline

Stern des Lichts


Beiträge: 953

28.11.2007 22:25
#14 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

In Antwort auf:
Liebe Dani,

darauf wollte ich doch gar nicht hinaus, sprich mit meinem Beispiel wollte ich auf keinen Fall dahin zu sagen oder Glauben zu machen, im Dschungel hätten sie nicht auch ihre Regeln, Rituale u.v.m. ...
Ich wollte damit verdeutlichen, das sie "ANDERE" Prämissen damit haben als wir hier im westlich-christlichen Ländern.
Wollte damit verdeutlichen das wir gewollt oder ungewollt in vielen persönlichen und gesellschaftskonvertierten Mustern stecken, nach denen vieles von dem was wir leben und handeln geprägt ist.
Aber eben auch dem, das unsere Seele und/oder ICH nach mehr und anderem hungert, das sie frei sein will, frei leben möchte ...
Es ist auch an Niemanden gleich wo auch immer Vorwurf und Kritik ...


Ach, mein liebster Lieblingswahlsachse,
ich hab mich doch auch nicht angegriffen gefühlt, überhaupt nicht. Ja, es stimmt, jede Art des Zusammenlebens weist irgendeine Form von Regelungen oder Absprachen auf, wobei es umso komplizierter ist, je weiter entwickelt die Gesellschaft ist, wobei sich auch gleich die Frage stellt, ob sie, die Gesellschaft, sich nicht schlicht und einfach in ihr eigenes Verderben hinein entwickelt, je weiter dieser Prozess voranschreitet. Denke schon... Je mannigfaltiger die Möglichkeiten sind, Einschränkungen, gesellschaftliche Fesseln zu schaffen, desto komplexer und schwerer abzuwerfen, abzulösen sind die daraus resultierenden Probleme, Muster.
Dieser Hunger nach Freiheit, nach Individualität ist meiner Meinung auch ein Erfolg der jetzigen, neuen Zeit, da sich jetzt viele Menschen einfach ihrer selbst, ihres Wertes und ihrer Individualität bewusst werden und sich dieses nun mit mehr und mehr Kraft (da eine immer größere Kollektivität...) Bahn bricht.
Dein Beispiel mit der Schokolade finde ich sehr treffend, wobei es, bezogen auf Sexualität und individuelle Freiheit, doch etwas komplizierter ist...
Stellen wir uns, wie du es ansprachst, vor, dass eine Frau einen Mann kennenlernt (Reihenfolge beliebig) und sich zu ihm körperlich hingezogen fühlt. Sind beide solo, kein Problem. Wenn aber einer der beiden oder auch beide vll verheiratet oder zumindest liiert sind, dann haben sie eine Verantwortung gegenüber dem Partner, den Kinder ja oft auch noch. Der Idealfall wäre, wenn beide Partner so tolerant wären, dass jeder dem anderen diese sexuelle Freiheit, diese ja auch Möglichkeit zur eigenen Entwicklung, zugesteht, aber wo findet man das, ich meine, ich größerem Umfang?
Deshalb ist es eben auch schwierig, unsere körperlichen Sehnsüchte zuzulassen, finde ich.
Ich denk grad, wenn ein solches freies Leben aufrichtig geführt würde oder auch wird, wenn die Mitmenschen erkennen, dass er/sie das aufrichtig aus Liebe zu sich selbst macht, um sich selbst treu zu sein, dann werden sie auch mehr Verständnis dafür zeigen. Jemand, der seine Sehnsüchte nach "anderem" Sex in irgendwelchen dunklen Etablissements befriedigt, wird nie dieses Glücksgefühl finden, denn er ist eben nicht sexuell frei, da er es heimlich tut, verleugnet er sich.

Meine Gedanken bis dahin....
Alles Liebe,
Dani





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(Antoine de Saint-Exupéry)

Sternenlicht Offline

Stern des Lichts


Beiträge: 953

01.12.2007 23:12
#15 RE: Bedingungslose Liebe und Sexualität Antworten

Zitat von Anna

Vielleicht fängt man hier mit folgenden Punkten an...
1. bezieht sich die Liebe immer nur auf einen Menschen?
2. warum wird "körperliche Treue" als Liebesbeweis verstanden?
Ist dies nicht Betrug an der Liebe?


Anna, meine Liebe, ich möchte gern nochmal auf diese deine Zeilen eingehen.

In einer Beziehung, einer Familie, bezieht sich die Liebe, wie wir sie "herkömmlich" kennen, auf einen Menschen, den Partner, mit dem man seine Sexualität teilt, und auf die Kinder, was aber wieder eine andere Form der Liebe ist. Außerhalb dieser Familie, bei der lieben Verwandtschaft, hört dieses Gefühl oft ganz schnell auf. Selbst innerhalb der Beziehung lässt der alltägliche Stress nach einiger Zeit die tiefe Liebe oft abflauen, was zurückbleibt, ist eine traurige Sehnsucht. Warum? Vielleicht, weil man gar nicht aufrichtig geliebt hat, von Anfang an? Weil man in dem Partner nur eine Ergänzung der eigenen Persönlichkeit gefunden hat, anstatt danach zu streben, seine eigene Persönlichkeit in dem Maße weiterzuentwickeln, dass man alle Aspekte, die bis dahin "fehlten", aus eigener Kraft erfüllt?
Am wichtigsten ist es, sich selbst zu lieben, erst dann kann man auch aus tiefstem Herzen andere Menschen bedingungslos lieben und erst dann wird diese Liebe wahrhaft sein!

Warum wird "körperliche Treue" als Liebesbeweis empfunden?
Hmmm...weil man dem Partner dann versichert, dass er einem selbst alles geben kann, was er/sie in dieser Beziehung sucht, Liebe, Treue, erfüllte Sexualität... Was bedeutet erfüllte Sexualität? Dass der eine Partner genau weiß, was der andere braucht und mag, dass er keine Grenzen überschreitet, dass man sich nicht "festfährt" in der Beziehung. Dass man nie lügen muss, dass man offen über alles reden kann... heutzutage ein großes Problem und ist es schon immer gewesen... Man kann soviel totschweigen, aber man bezahlt ggf. auch einen hohen Preis dafür.
Ein Liebesbeweis auch, weil körperliche Untreue die Eifersucht nährt, ein schlimmes, böses Gefühl, denn sie macht die Menschen krank und Partnerschaften kaputt. Ich denke, die Eifersucht ist der ärgste Widersacher der bedingungslosen Liebe, wie du sie leben möchtest. Deswegen kann ich dich sehr gut verstehen, liebe Anna, wenn du meinst, du möchtest auf Dauer gar keinen festen Partner mehr.
Aber, wann wird man untreu? Einfach, wenn man in der eigenen Beziehung keine Erfüllung mehr findet. Also ist Untreue doch vielmehr eine Flucht auf der Suche nach sich selbst, oder?? Bleibt man also treu in einer Partnerschaft, in der man keine wahre Liebe mehr empfängt, dann ist es Betrug an sich selbst, eben dann ist es Betrug an der Liebe!

Alles Liebe,
Dani

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(Antoine de Saint-Exupéry)

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