Ich habe vorhin aus Versehen diesen Thread gelöscht. Ich werde ihn nun rekonstruieren
Buddha und Jesus haben verschiedene Ansätze. Immer wenn ein Meister in ein bestimmtes Umfeld geboren wird, entwickelt er sich entsprechend zum Umfeld, ebenso nimmt sein Bewusstsein verschiedene Farben an.
Jesus wurde geboren in ein monotheistisches Gesellschaftssystem, dass vom Judentum dominiert wurde. Die "religiösen" Hierarchien waren damals ähnlich dogmatisch und erstarrt, wie die in der heutigen Christenheit, die Jesus quasi jeweils für sich beansprucht. Jesus selbst war Jude. Aus diesen Vorbedingungen heraus hat Jesus zum Beispiel "Gott" als Konzept, allumfassende Person und Quelle gefühlt und entsprechend gelehrt. Der Überbau "Gott" war in seinem Bewusstsein nicht störend sondern nur noch nicht in Wahrheit im Herzen derer, denen er als Meister diente, zur Entfaltung gelangt. Jesu Bewusstsein unterscheidet sich ganz wesentlich von dem, das die heutigen Pächter seines Namens kennen.
Buddha entsteht in einem ganz anderen Kontext. Das religiöse pluralistische Indien und jene Strömungen, die damit in Verbindung stehen, haben ein sehr ausgeprägtes Kollektivbewusstsein. Man könnte sagen, der Inder ist in seinem Empfinden eher eine Ameise im Ameisenhaufen als ein Elefant in einer Herde. Dementsprechend vielgestaltig zeichnet sich auch die Götterwelt des Hinduismus (den es so eigentlich gar nicht gibt), Vishnuismus etc. ab. Es ist bunt, vieleicht überladen aber vor allem in weiten Teilen recht gegenständlich. "Religiöse" Inder leben mit den Göttern wie mit ihren Haustieren ganz selbstverständlich im selben Haus. Buddha empfand die geistlichen und gesellschaftlichen Verhältnisse und das heuchlerisch, heilige Getue als so überladen, dass er zum Beispiel an den bereits existierenden Göttlichkeiten keinen Gefallen fand und einen eigenen Weg suchte. In seiner Erleuchtung erlebte er, dass der gesamte Überbau eigentlich überflüssig ist. Spätestens dann, wenn er derartig erdrückend ist, wie die indischen spirituellen Strömungen. Also ging er den Weg des Nicht-Benennens. Das Bewusstsein ist mit allem ausgestattet, was es braucht, da muss keiner Worte und Konzepte erfinden. Was dann seine Schüler daraus gemacht haben, ist das, was sie verstanden haben und das, was für sie wichtig war.
Darin liegen die beiden Unterschiede im Bewusstsein. Die Sache ist die: Wenn ich sage: "Gott existiert" ist das genauso stupide und dumm, als wenn ich sage "Gott existiert nicht". Es sind Käfige, in die wir die Dinge sperren. Doch manchmal brauchen wir Käfige, um Kraft für ein Leben in Freiheit zu sammeln. Ebenso ist es unpassend, zu sagen, die beiden wollen doch das Gleiche und ist doch eh alles das gleiche Ziel usw. Das ist eben der gleiche Dogmatismus aus der esoterischen Richtung.
Es sind zwei Wege der Hingabe. Es sind Wege, deren Ziel man nicht kennt, es sind Wege, die man gehen lassen muss und gleichzeitig geht, es sind Angebote an die innerste Existenz oder die innerste Nichtexistenz...
Wenn etwas existiert und ich sage "es existiert", töte ich es... Wenn etwas existiert und ich sage "es existiert nicht", töte ich es auch...
Ich gebe Buddha und Jesus jeweils eine Zwiebel in die Hand und bedeute ihnen, sie sollen sie schälen. Sie schälen und schälen, die Zwiebelhäute fallen und fallen... Am Ende frage ich sie, was sie in der Hand halten: Jesus antwortet: "Gott" Buddha antwortet: "Eine Zwiebel"
Ich denke, der Weg Jesus ist ein Weg der Nächstenliebe, der Buddhas der des SEINs. Wo ich noch etwas Probleme grad habe, ist, wenn ich davon ausgehe, dass im Endeffekt beide Wege zur Erleuchtung führen sollten. Wenn ich es so betrachte, ist das Ziel wieder das gleiche? Aber wenn ich nun sage, Jesus Weg ist der Weg nach Erlösung, Buddhas Weg der nach Erleuchtung, dann frag ich mich, ob nun Erlösung und Erleuchtung das Selbe ist oder wieder nicht???
Eine grad grübelnde Anna...
Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...
.............als der vater geendet hatte, ergriff sein sohn jesus das wort und sagte: ich werde gehen, um den preis zu bezahlen. ich werde bereit sein am kreuz zu sterben, damit die menschen wieder in einer heilen beziehung zu UNS leben können. dann wandte sich jesus an den heiligen geist und sagte: ich aber kann nicht gehen, wenn du nicht mit mir gehst, denn du bist der, der die kraft hat. der heilige geist antwortete und sagte: geh nur los, wenn die zeit reif ist, werde ich dir auf die erde folgen. so kam jesus auf die erde, wurde in einem stall geboren und wuchs zum mann heran. aber obwohl er der sohn gottes war, hatte er keine macht. dann kam dieser moment im jordan, als jesus, nachdem er von seiner taufe aus dem wasser stieg, nach oben schaute und sah, wie der heilige geist in form einer taube auf ihn herabkam. es muß einer der schönsten momente für jesus gewesen sein, während er in fleisch und blut über diese erde ging. und ich kann fast hören, wie der heilige geistin sein ohr flüsterte: jetzt bin ich da. wir sind gut in der zeit. jetzt wird wirklich etwas geschehen. und es geschah. erfüllt vom heiligen geist hatte jesus plötzlich macht, kranke zu heilen, tote aufzuerwecken. es war die zeit der wunder. drei jahre lang. und dann am ende, gab er den geist auf, und der geist kehrte zum vater zurück.................dieser geist kam drei tage nach seinem tod zurück und jesus kam mit einem verherrlichten leib aus dem grab. er gab seinen nachfolgern das versprechen, das großartigste versprechen der bibel überhaupt. er sagte, daß derselbe geist, der in ihm gelebt hatte, kommen würde, um in all denjenigen zu sein, die ihr leben seiner macht öffnen wollten.(das ist die bekehrung - man übergibt jesus sein leben, man spricht es in die unsichtbare welt - und sein geist kommt und nimmt wohnung in dir.) die gleichen dinge, die er, jesus, getan hat, sollten auch seine jünger tun. sogar noch größere dinge sollten geschehen, weil nun der heilige geist nicht auf einen körper beschänkt war, sondern frei, in all jene hineinzukommen, die bereit waren, ihn zu empfangen.
"in einem lebendigen menschen verherrlicht sich gott."
Jesus lehrte nicht, dass man ihm sein Leben übergibt. Jesus lehrte, sein Leben wertzuschätzen, nicht die Fremdbestimmtheit der Seele durch eine andere zu ersetzen. Der Kern aller Weisheit ist Selbstbestimmtheit. Das sich kennen und sich wertschätzen und vor allem:
Etwas wertvolles in sich zu haben, wenn jeder Glaube und jeder Notnagel, an den man sich klammert, verloren ist oder nicht zur Verfügung steht...
Das ist Bekehrung, eine Einkehr in sich selbst ist die schönste Bekehrung!
In Antwort auf:Etwas wertvolles in sich zu haben, wenn jeder Glaube und jeder Notnagel, an den man sich klammert, verloren ist oder nicht zur Verfügung steht...
... ja, das IST es..., dankeschön
Ich hätte gerade gern noch ein paar Gedanken über die Führung dazugeschrieben, aber die Worte hängen im Moment...
Alles Liebe, Anna
Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...
hallo jonanda. woher nimmst du die sicherheit, sowas zu behaupten? das würde ich mich gar nicht trauen. hast du die bibel studiert? würde mich interessieren. die basis für mein wissen über jesus ist die bibel, und alles was sie sagt, hat sich für mich bestätigt. 100%. übernatürlich, wie ich finde. woher hast du dein wissen? ich werde mal ein paar bibelstellen raussuchen, die all das widerlegen, was du gesagt hast. das widerspricht komplett dem wissen der theologie und dem evangelium. woher stammen deine quellen? liebe grüße, jg
"in einem lebendigen menschen verherrlicht sich gott."
Früher habe ich die Bibel studiert, wie man sie nur studieren kann. Irgendwann konnte ich mich einfach nicht mehr gegen die innere Gewissheit wehren, dass sie sowohl von Menschen geschrieben ist als auch entscheidend verändert wurde. Wenn Du mit bewusster Selbsterfahrung beginnst und Deine heilige Schrift immer mehr Schwachstellen und Fehler preisgibt, dann ist es Zeit, sich von der heiligen Schrift zu trennen. Heilige Schriften sind meilenweite Umwege. Meine Quellen sind unmittelbarer.
Es gibt direktere Wege aber dafür muss man mutig sein, selbstbestimmt und bereit sein, einzustecken!
ja.............sie stand halt am anfang deiner spirituellen reise. bei mir kam sie am ende. letztendlich wird sich der kreis schließen..........schau ma mal, dann seng mas scho......... alles was du sagst, empfinde ich 1000% anders. heilige schriften sind der kürzeste weg, man probiert aus, am ende, oft wenn man alt ist und resüme zieht, erkennt man das. wenn das ego weg ist und die demut raum gewinnt. du bist so absolut, deswegen erlaube ich mir das auch, ist nicht böse gemeint.
Ich Denke das es weitaus kürzere Wege gibt. Während die Bibel verschlüsselt ist, und teilweise sogar verdreht vom Wort und übersetzt, ist der Buddhismus einfach und klar. Nicht umsonst wird er "Der Weg der Mitte" genannt.
Sonnige Grüsse
Shaolin Mantis
-------------------- Konfuzius: "Wer die anderen kennt ist weise, doch wer sich selbst kennt ist erleuchtet!" --------------------
Vielleicht ist es eine Idee, die Bibel als Hilfsmittel zu sehen und nicht als Autorität. So ist Jesus schließlich auch mit dem Gesetz umgegangen: er hat gesagt, dass er die Gesetze nicht abschaffen will sondern erfüllen will und dann das Doppelgebot der Liebe ausgesprochen. Mit anderen Worten: Faktisch hat es sich tatsächlich dafür ausgesprochen, das Riesenregelwerk der Pharisäer und Schriftgelehrten nicht zu beachten, da es völlig ausreicht, das Doppelgebot der Liebe eionzuhalten. Wenn heute Menschen hergehen und das in der Bibel geschriebene als Dogma für ihr Leben betrachten kann das ja kaum der Sinn der Sache sein. Dann ersetzt man nur die alttestamentarischen Dogmen gegen Dinge, die im neuen Testament gesagt wurden und die man selbst zu Dogmen erstarren lässt. Dazu kommt noch, was Paulus schreibt: "Das Gute behaltet, das Schlechte verwerft" - ich habe mir schon als Kind überlegt: "Na, dann fang ich doch gleich bei Paulus mal damit an."
Zu Buddha kann ich noch nicht allzu viel sagen. Aber ich habe zunehmend das Gefühl, dass Jesus Erfahrungen gemacht haben könnte, die dem des Buddha sehr ähneln - er bringt quer einen völlig neuen Zug in die jüdische Doktrin hinein. Nur dass die Christen in ihrer Geschichte das neue, frische wieder in den Beton der Doktrin gegossen haben und es jetzt so verkaufen wollen - schade drum. Aber so sind viele Menschen wohl - die Doktrin der Freiheit vorziehend - und vor allem: darauf achtend, dass die Menschen in ihrer Umgebung das auch so tun und fühlen.
Ach, ich finde das vollkommen in Ordnung, wenn jemand seinen Weg in der Bibel findet - solange sie auch wirklich dann mit der Liebe gelebt wird. Ich selbst halte mich auch nach einigen Aussagen, die ich kenne. Obwohl ich einmal gesagt bekam, einzelne Verse können nicht verstanden werden, da der Zusammenhang gerne missverstanden werden kann. Was ich schade finde, ist, wenn jemand kommt und mir den Willen der Bibel aufdrängen möchte, bzw. nur die Bibel zählt und mir meine Wahrheit nicht lassen möchte. Du hast das nett angemerkt Sunflower, denn dann kommt es mir so vor, als ob der Bibelleser tatsächlich zum Pharisäer wird. Ich mein, Jesus war laut Bibel der Erlöser, wurde im alten Tesament angekündigt - und doch war er von den Pharisäern unerkannt, sie hatten Angst. Angst, dass ihre Macht verlorengeht. Naja, wenn man es nun weiterdenken möchte, könnte das neue Testament zum alten Tesament werden, denn ich wage zu behaupten, dass Jesus, wenn er persönlich wiederkäme, wieder verkannt und abgelehnt werden würde. Und da ich meine, dass in jedem von uns Jesus ist, wenn man ihn einlässt, obwohl man nicht nach der Bibel geht, so verweigern die Neupharisäer jetzt ja schon wieder Jesus, indem sie das göttliche im anderen nicht erkennen... Meine Wahrheit ist: Es ist alles erlaubt, solange niemand anders verletzt wird. Das ist der Weg er Liebe, den ich für mich gewählt habe Wenn ich Buddha und Weg der Mitte höre, so denke ich daran, die Mitte in uns zu finden, um ans Ziel zu gelangen. Korrigiert mich bitte, wenn es ist, ich kenn mich auch nicht so aus mit Buddha
Alles Liebe, Anna
Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...
Der Weg der mitte ist weder Schwarz noch Weiss. Frei von urteilen. Stell Dir vor, jemand nimmt das Yin Yang und dreht es ganz schnell. Wenn es Schwarz Weiss war, dann wird es jetzt grau, und zu einer Form. Viele haben dann die illusion den Weg der Mitte gefunden zu haben. In wirklichkeit drehen sie nur am Rad. Der Weg der Mitte ist FREI von schwarz und weiss. Es ist das Prinzip das beides wirken lässt. Der RAHMEN des Yin Yang.
Ich glaube einfacher kann ich es nicht erklären. Sorry.
Liebe Grüsse
Shaolin Mantis
-------------------- Konfuzius: "Wer die anderen kennt ist weise, doch wer sich selbst kennt ist erleuchtet!" --------------------