Immer wieder treffe ich auf Menschen, Websites, Diskussionsfreudige etc. die sich als spirituell lebende und denkende Menschen bezeichnen. Das ist auch in Ordnung so. Doch stelle ich immer öfter fest, dass ein regelrechter Kleinkrieg unter den selbsternannten "Lichtarbeitern?" entstanden ist.
Da ist eine/r weiter, erleuchteter, ethischer, wissender, göttlicher als ein/e andere/r. Da wird geschimpft, bewertet, verurteilt, andere als schwarze Schafe bezeichnet und vieles mehr. Da stellt sich doch immer wieder die Frage. Warum ist es denn nicht einmal unter Lichtarbeitern möglich, in Frieden mit- und nebeneinander zu leben, zu kommunizieren und sich sowohl im Internet als auch im Leben als das zu zeigen, was jede/r von sich selbst behauptet. Nämlich: Ein liebevoller Mensch zu sein und als Licht in dieser Welt - die doch wahrlich dunkel genug ist - zu scheinen.
Gerade unter den "Lichtarbeitern", die selbst Seminare anbieten, sich selbst als Lehrer verkaufen - und dabei vergessen, dass jeder Lehrer auch ein Schüler ist - findet ein neuer Konkurrenzkampf ohne Gleichen statt. Da werden andere Menschen degradiert, ihnen vielleicht sogar Energie-Missbrauch vorgeworfen, weil sie eben in diesem Leben noch nicht so lange dabei sind, oder nicht genug gelernt haben sollen. Wer will das jedoch wirklich wissen? Meist wird dies dann auch behauptet von "Lehrern" die vielleicht selbst nicht richtig ausbilden - also wissen wovon sie reden. Als ob Zeit in einem Leben eine Rolle spielt. Da werden Schriften, Channelings, Angebote und Seminare anderer Menschen gnadenlos degradiert ohne sie überhaupt zu kennen, da ist das eine REIKI besser als das andere REIKI. Da wird gewettert und gezetert gegen jeden - nur nicht gegen sich selbst und der Spiegel im Außen gilt zwar für alle und jeden doch nicht für den jeweiligen Verfasser seiner/ihrer Interpretationen.
Kann so wirklicher Frieden in dieser Welt entstehen? Ist das der wahre Ausdruck der allumfassenden Liebe?
Gerade dort wo Gott und Jesus die am häufigsten gebrauchten Worte sind, sollte der Leser doch erwarten können mit Liebe - statt mit der Diskriminierung anderer Menschen begrüßt zu werden. Doch leider werden gerade die Qualitäten dieser beiden erst genannten oft sehr spartanisch gezeigt.
Wer war Jesus? Ein Meister-Lehrer der immer wieder sagte: "all das was ich tue werdet auch Ihr tun und noch viel mehr!" Ein Gott-Aspekt der als Mensch in diese Welt kam - wie Du und ich - und allen zeigte, was Liebe, Aufstieg und Selbstrespekt wirklich ist. Ein Mensch-Meister, der jedoch auch sagte: "Was stört Dich der Splitter im Auge Deines Bruders, siehst Du doch den Balken im eigenen Auge nicht."
Wer ist Gott? Der Schöpfer - das Alles-Was-Ist - der/die All-Eine - die All-Liebe! Er/Sie schuf den Menschen nach seinem/ihrem Ebenbilde, stattete den Menschen aus mir seiner/ihrer Schöpferkraft und mit dem freien Willen, den jedes menschliche Wesen in sich trägt. Gott würde niemals in diesen freien Willen eingreifen, beurteilt nicht, wertet nicht und ist in immerwährender übergeordneter Liebe mit der gesamten Schöpfung verbunden und in Einklang.
Darum habe ich auch überlegt, ob ich zu diesem Thema überhaupt Stellung beziehen soll. Doch hat nicht bewerten - nicht urteilen nichts mit Blindheit und schon gar nichts mit Wegschauen oder Ignorieren zu tun. Nicht bewerten heißt auch erkennen, dass in allem sowohl Licht als auch Dunkelheit vorhanden ist doch jeden Tag aufs Neue zu entscheiden, welchen Weg wir wählen wollen.
Jetzt überdenken wir doch nur einmal, wenn ein suchender Mensch auf eine Website stößt, die von Angriffen, Warnungen etc. gegen Seminaranbieter, Lichtarbeiter etc. wimmelt, wird da nicht das Misstrauen verstärkt? In einer Welt, die so wenig Vertrauen zeigt, sollten da nicht gerade wir Lichtarbeiter das Vertrauen - das ja auch wieder der Liebe entspringt - stärken statt es zu unterminieren? Sollten nicht gerade wir davon ausgehen, dass jeder Mensch die natürlich Klugheit in sich trägt und seinen eigenen Weg findet. Natürlich gibt es so genannte schwarze Schafe, doch die gibt es überall und jeder Mensch, der ein wenig in sich reinspürt, wird diese auch erkennen oder: an ihnen lernen, was zu lernen ist. Schließlich gilt immer noch in diesem Universum, das göttliche Gesetz der Resonanz.
Da ich selbst in einigen Ausbildungen solchen "schwarzen Schafen" begegnet bin weiß ich, wovon ich rede. Lehrer, die nicht wirklich lehrten sondern nur ihren Job mehr schlecht als recht erledigten, Seminare vorzeitig abbrachen und selbst bestimmten wie weit oder nicht weit ich war. Doch: Erst diese "schwarzen" Schafe gaben mir den Anstoß mich wirklich mit der Materie, der Menschlichkeit, der Demut, des Lehrens auseinander zu setzen und zu lernen, was immer auch zu dem jeweiligen Thema - wenn es für mich wichtig war - zu finden gab. Ich kenne einige Menschen, denen es ähnlich geschah und die ebenfalls ihren eigenen Weg gefunden haben.
Da werden die Bücher "Gespräche mit Gott" angepriesen und gleichzeitig wird die Angst geschürt. Möglicherweise haben diese Menschen diese Bücher nicht einmal gelesen.
Für mich steht eines ganz klar fest. Niemand ist weiter oder weniger wert als ein anderer Mensch auch und schon gar nicht in Kreisen der Lichtarbeiter. Es gibt nur einige, die sich besser erinnern und dies weitergeben können. Das gibt jedoch niemandem das Recht auf Überheblichkeit und schon gar nicht das Recht ungefragt den Guru zu spielen. Gurus benötigen wir heute im Zeitalter der Selbstverantwortung nicht mehr, denn jede Seele hat ihren eigenen Plan und ihr eigenes Potential, den sie selbst am Besten kennt. Was wir füreinander tun können ist, dass wir uns gegenseitig helfen können uns zu erinnern. Wenn diese Erinnerungen zusammengetragen werden, dann hilft das wiederum einer anderen Seele sich zu erinnern - wenn die Zeit reif ist.
Und noch Eines steht ist ziemlich sicher, dass alle, die sich heute mit dem Thema Aufstieg befassen, diesen bereits in einer anderen Dimension miterlebt haben. Es ist also alles hier nicht so sonderlich neu. Für viele liegt es noch unter Nebel - aber die Schleier werden sich lichten - und wir sind gefordert Gemeinschaften zu bilden anstatt - gegeneinander zu wettern und kämpfen
Was also ist ein guter Lehrer?
Für mich ist ein guter Lehrer/In jemand, der/die den Weg den er/sie lehrt selbst auch geht und lebt. Ein Mensch, der weitergibt, was er/sie selbst gelernt oder besser - erinnert - hat an andere Menschen, die genau dieses Wissen suchen. Ein wirklicher Lehrer/in bleibt trotz allem in Demut und erkennt, dass jeder Schüler etwas mitbringt. Nämlich das kostbare Geschenk selbst weiter zu lernen und erinnern zu dürfen. Ein Lehrer, der die Weisheit des Universums gepachtet hat befindet sich meist auf der Lichtkörperstufe des spirituellen Hochmutes und ist daher in dieser Phase kein besonders guter Begleiter auf dem Weg zur eigenen spirituellen Weiterentwicklung sondern allenfalls ein gutes Vorbild wie es nicht funktioniert.
Lichtarbeiter sein heißt nicht: möglichst viele große Sprüche zu klopfen, andere zu missbilligen, die sich auf einem anderen Pfad befinden, eine andere Meinung haben oder ihre Prioritäten anders setzen sondern: den eigenen Alltag lichtvoll zu leben und Licht zu verbreiten. Ein wahrer Lichtarbeiter ist aus der Bewertung herausgetreten, er/sie sieht und dient dem großen Ganzen, sieht durch die Erscheinung dieser illusionären Welt hindurch, erkennt und lebt die Essenz des heilen, wahren Göttlichen. Denn: es gibt so viele Wahrheiten und Wege wie es Menschen auf diesem Planten gibt.
Am Ende Deiner Reise wirst Du nicht gefragt: "Bist Du ein Heiliger geworden, oder hast Du für das Heil der Menschen gekämpft?" Die einzige Frage die Du beantworten musst, ist die Frage: "Bist Du Du selbst geworden?" (Laotse)
Hmmm... Dafür stehen aber hier schon eine ganze Menge Buchstaben... Was ich im Moment ganz stark an diesem Ort wahrnehme, ist die GIER nach Erleuchtung. Das fühlt sich an, wie eine Laus nach Prag führen... (dieses "Etwas" entwischt immer... sapperlot! Sisypuhs guckt um die Ecke...)