habe mich dazu entschlossen ein Teil eines Kapitels aus dem Buch „Unendliche Liebe – Jesus spricht“ von Glenda Green für euch rauszutippseln. Es enthält meinem Herzen nach wichtige Essenzen die vielleicht auch jene interessieren welche das Buch nicht lesen. (alles in Schrägschrift ist das gesprochene von Jesus selbst, alles andere von Glenda Green)
Die Liebe, die du bist
Unsere ewige Frage lautet: Wer bin ich? Ohne Antwort darauf bleibt auch alles andere in gewisser Weise rätselhaft. Bin ich einfach nur Mensch, ein Kind meiner Rasse und Nation? Bin ich eine unsterbliche Seele, ein Kind Gottes, ein Geistwesen, etwas Sinnhaftes, eine Quelle von Möglichkeiten, ein Lichtstrahl? Neben all dem bleibt die Frage: Was bin ich im innersten Kern meines Seins? Jesus sagt:“Du bist Liebe.“ Am Anfang wusste ich es noch nicht besser und dachte, dass er seine Liebe zu mir und anderen betonte, indem er mir eine höhere Meinung von mir vermittelte. Doch nach Tagen der Unterweisung und Bekräftigung dieser Aussage begann ich zu erkennen, dass er über die Kraft sprach, die uns zu Anbeginn der Zeit gegeben wurde, die Grundlage unserer Verwandtschaft mit Gott. Ich konnte nicht umhin, ihm zu sagen, dass meiner Meinung nach einige Menschen nicht gerade vor Liebe und Freundlichkeit überströmen. Und im Hinblick auf die schrecklichen Ereignisse, von denen wir ständig in den Nachrichten hören, wird es noch viel schwieriger, diese Botschaft zu akzeptieren. Angesichts meiner offensichtlichen Voreingenommenheit fragte ich ihn etwas niedergeschlagen, wie meine Wahrnehmung mit seiner Lehre vereinbar wäre. “Jeder wurde als Liebe erschaffen“, antwortete er. „Doch der Zustand dieser Liebe reflektiert den Zustand der jeweiligen Person, ihr Wohlbefinden, ihre Entscheidungen, ihre Fähigkeit, mit dem Leben umzugehen. Oft wird die Liebe vernachlässigt, in Frage gestellt, missbraucht oder verachtet. Eine Rose ist eine Rose, auch wenn sie welk und von Mehltau befallen ist. Die erschöpften und gequälten Gesichter, die du um dich herum siehst, sind die Gesichter von Menschen, deren Liebe gebrochen ist. Wenn das Selbstgefühl einer Person nicht mehr mit ihrer wahren Natur verbunden ist, dann wird die Liebe nur noch als etwas betrachtet, was man fühlen oder tun kann. In diesem Zustand wird vieles misslingen und doch entspricht er der allgemeinen Vorstellung von Liebe hier auf der Erde.“ Es ist nicht leicht, eine Wahrheit zu verkünden, die mitten in die uralten Wunden unseres Missverständnisses trifft, doch wie in allem, war Jesus auch hierin ein Meister. In seinem Verständnis bedingungsloser Liebe betonte er immer wieder, wie viel wichtiger es sei, Liebe zu sein statt liebevoll zu handeln. Heutzutage üben sich viele Menschen in bedingungsloser Liebe und streben redlich nach diesem Seinszustand, doch immer wieder liegen ihnen gnadenlos Hindernisse im Weg. Wer will schon ein bedingungsloser Fussabtreter sein? Oder bedingungslos dämlich? Sobald ich eine Schwierigkeit transzendiert und „durchliebt“ hatte, schien mir die nächste ins Gesicht zu springen. Wie können wir bedingungslos lieben angesichts der Tatsache, dass das Leben Bedingungen mit sich bringt? “Solange du Liebe als äussere Kraft betrachtest, wird sie immer den Bedingungen des Lebens unterliegen.Das Leben unterliegt Bedingungen. In der Natur zum Beispiel ist der Winter notwendig, damit der Frühling neues Leben hervorbringen kann. Die Menschen haben in ihren Kulturen viele Bedingungen erschaffen, manche davon sind weise, andere weniger. Die meisten dieser Bedingungen täte etwas Entspannung gut, denn die Menschen haben daraus Gefängnismauern gemacht. Dies kann zum Beispiel durch Erweiterung eurer Toleranz geschehen, eurer Perspektive, eurer Neugier auf Leben und durch eine tiefe Vergebung. Die Bedingungen müssen gelockert werden und zu einer grösseren Vereinbarkeit mit der natürlichen Ordnung zurückfinden, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass es im Leben immer gewisse Bedingungen geben wird. Zum Beispiel kann es sein, dass du jemanden gerne zwanzig Dollar gibst, um ihm zu helfen, aber deine Haustürschlüssel gibst du ihm nicht so gerne. Dabei könntest du ihm die ganze Welt geben, wenn du wahrhaft liebtest. Es wird jedoch unausweichlich einen Punkt geben, an dem du auf äussere Widerstände und persönliche Vorbehalte triffst, und damit auf Bedingungen. Im Umgang mit dem Leben muss es immer wieder eine Grenze geben, damit auch Ausgleich und Fairness zum Zuge kommen. Ausgleich ist eine ewig wiederkehrende Bedingung des Lebens und häufig der entscheidende Faktor zwischen Krieg und Frieden. Erweiterung und der Blick nach aussen beantworten also letztendlich nicht die Frage nach der bedingungslosen Liebe. Lass uns daher die Perspektive wechseln und zur der Wahrheit zurückkehren, dass du Liebe bist und dass Liebe nicht etwas ist, was man tut, gibt oder austauscht. Du kannst Liebe nicht manipulieren, nicht darum feilschen, sie nicht besitzen oder damit angeben, wie viel mehr du davon hast als jemand anderes. Wenn du Liebe wirklich verstehst, dann wirst du unfähig sein, sie weiterhin als was Äusseres zu betrachten.“ Mit der Zeit wurde es leichter für mich, die Weisheit in seiner Antwort zu erkennen. Wenn wir Liebe als etwas Äusserliches betrachten, kommen wir auch mit Bedingungen in Konflikt. Mit der Erkenntnis, dass wir Liebe sind, lösen diese Bedingungen sich auf. Trotz all unserer äusserlichen Begrenzungen und all unserer Kräfte, die uns immer wieder auf diese Begrenzungen hinweisen, geschieht das Wunder:Liebe wirkt! Je mehr ich verstand, desto besser begriff ich auch, wie Feinde zu Freunden werden können. Wenn wir in unserem Feind sein Liebespotenzial erkennen, berühren wir sein Herz und verringern damit die Wahrscheinlichkeit, dass er seine Feindseligkeit fortsetzt. Die Liebe schadet der Liebe nicht. Sie ist dein geheimes Zeichen der Verbundenheit mit all deinen Mitmenschen. Wir sind menschliche Wesen, spirituelle Wesen, Lichtwesen, Kinder Gottes, leuchtende Sonnen. Und was tun Sonnen? Sie scheinen, sie verströmen ihr Licht. Jeder Mensch ist auf seine eigene Art Liebe. Unser Verständnis all dessen wird vielleicht besonders durch unserer Vorstellung von Liebe als Zuwendung und Zugehörigkeit erschwert. In dieser von Strukturen dominierten Welt sind Zuwendung und Zugehörigkeit selten geworden, daher halten wir uns an dem Wenigsten fest, was wir zu haben meinen. Wir halten uns an unseren liebsten Mitmenschen fest, an unseren liebsten Besitztümern und an unseren liebsten Gewohnheiten. “Liebe kann auch loslassen bedeuten“, sagte Jesus. „Diese Erkenntnis kann unerträglich schmerzhaft sein, wenn sie nicht in das Wissen eingebettet ist, dass die Macht der liebe im tiefsten Innern deines Seins liegt. Etwas aus Liebe loszulassen ist der schwierigste Ausdruck von Liebe. Das Zweitschwierigste ist das Loslassen von Hass und Angst durch Vergebung. Wenn ihr Vergebung mehr als eine Möglichkeit zur Vervollkommnung eurer Liebe betrachten würdet, käme das eurem Verständnis davon zugute. Zu guter Letzt kann Liebe auch von dir verlangen, dein zwanghaftes Bedürfnis nach Tätigkeit in den Momenten loszulassen, in denen es für dich gilt, nichts zu tun. Genauso wie der himmlische Vater ruhte, um durch die Liebe zu wirken, so ist das auch für dich eine Möglichkeit. Es gibt Zeiten, da ist es ein grösserer Ausdruck von Liebe und der ultimative Ausdruck reinen Seins, nichts zu tun. Wenn du diese Dinge begreifst, kann dich nichts und niemand mehr manipulieren.“
Das Gespräch machte mich neugierig auf seine Erklärung der Bezeichnung Gottes als dem „Ich bin der Ich bin“. “Es bedeutet, dass das Sein das Höchste ist und dass Gott die Quelle allen Seins ist. Doch der Name dieses Seins ist Liebe! Auch in dir ist Sein seliger denn Tun, und der Name deines Seins ist Liebe. Die Schöpfungskraft ist Liebe, die Quelle der Liebe und der Ursprung deines Seins. Nach diesem Bilde wurdest du erschaffen.“ „Was bedeutet es, nach dem Bilde Gottes erschaffen zu sein?“ “Es bedeutet, dass du ein Kind des Schöpfers bist, nicht ein erschaffenes >Ding<. Das Geheimnis des Schöpfers ist jenseits aller Erkenntnis, die auf eine Form oder auf ein Bild projiziert werden kann. Doch der erkennbare Aspekt unserer Heiligen Quelle ist Liebe, eine Liebe, die die gesamte Schöpfung umfasst. Die Menschheit hat einen besonderen Platz in dieser Schöpfung, weil sie das Privileg geniesst, auch sich selbst als Liebe zu erkennen zu können und diese Macht für künftige Schöpfungen aktivierbar ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Himmlische Vater sich in eine unendliche Anzahl kleiner Götter aufgeteilt hätte. Es gibt nur einen Gott, der alles, was ist, in dauerhafter Einheit zusammenhält. Nach dem Bilde Gottes erschaffen zu sein bedeutet, dass sein Heiliger Wille die gesamte Menschheit durchströmt und Generation um Generation mit einer gemeinsamen Essenz versorgt, der Essenz der Liebe. Du kannst das als etwas Ähnliches wie die Rolle der DNS in deinem Körper betrachten, die eine Kommunikationsgrundlage für die integrierte Funktion deines Körpers bildet. Wenn man von verschiedenen Teilen deines Körpers Gewebeproben nähme, dann würde eine DNS-Analyse sie alle als deine identifizieren, und doch sind sie alle verscheiden und könnten nicht alleine überleben. Der gemeinsame DNS-Code ermöglicht allen Aspekten deines Körpers, koordiniert zusammenzuwirken. In Anlehnung an diesem Beispiel könntest du sagen, dass du mit deinem Schöpfer eine gemeinsame >DNS< hast, nämlich Liebe, durch die du sowohl der Quelle des Lebens selbst wie auch allen ihren Manifestationen koordiniert dienen kannst. Deine Liebe ist der >Fingerabdruck< deines Seins. Wenn du das erkennst, kann sich deine besondere Art entfalten, um derentwillen du erschaffen wurdest. Doch stelle dir auch hier Liebe nicht als etwas vor, was zu tun wäre, oder als ungeheuer grossartige Effektivität, denn wenn du dich mit der Grösse deines Schöpfers vergleichst, würdest du hilflos zusammenklappen. Es geht in der liebe nicht um Quantität, sondern um eine Qualität des Seins, die wahres Tun hervorbringt. Liebe ist eine Qualität, unbeschränkt und nicht mehr messbar. Sie bezieht ihre Macht aus Gott, der ultimativen Quelle der Liebe, und daher besitzt sie einige unabdingbare Rechte. Da ist zuerst das Recht, in dir selbst all das zu würdigen und in deinen Charakter zu integrieren, was dir die Liebe gebracht hat, denn dein Charakter ist die Summe deiner Liebe. Niemand kann dir das je nehmen. Liebe ist absolut frei, und daher bist du es auch, wenn du Liebe bist. Dein Körper mag in sich gefangen sein, doch deine Liebe kennt keine Grenzen. Liebe gebietet den Ur-Teilchen, daher kannst auch du, wenn du Liebe bist, Regie über dein Leben führen. Liebe meistert die Bedingungen, statt ihnen zu dienen, daher bist auch du, wenn du Liebe bist, niemandes Sklave. Liebe ist Gesetz, und jedes Gesetz ist nur insoweit gültig, als es in Liebe wurzelt. Dieses Gesetz gilt für alle und alle sind vor ihm gleich. Deswegen habe ich euch nur zwei Gebote hinterlassen: Liebet Gott von ganzen Herzen und euren Nächsten wie euch selbst. Liebe steht mit dem gesamten Leben in Resonanz, daher bist auch du, wenn du Liebe bist, in Resonanz mit dem Leben. Die Wahrheit deines Seins unterliegt keinen Bedingungen. Es ist dein heiliges und bedingungsloses Recht, die Liebe zu sein, die du bist.“
(es gäbe natürlich noch viel mehr zu schreiben, das Kapitel ist lang, und nicht nur dieses ist sehr schön zum Lesen)