Ich weiß kaum wohin mit meinem Glück über diesen fantastischen Frühling - war er jemals zuvor so sonnig - blumig - duftig? So warm?
„Werd ich zum Augenblicke sagen: Verweile doch! Du bist so schön!“...
...Mefisto hätte seine Wette mit mir gewonnen, in diesem April. Und ganz ohne mir magische Kräfte verliehen zu haben. Wie oft denke ich in diesem Frühling, könnte ich es doch festhalten, was mein Herz so wundervoll berührt.
Ich habe mich mit Susanne verabredet, obwohl mir meine Arbeit eigentlich keine Minute Zeit ließe. Diesen Nachmittag stehle ich für uns beide. Hand in Hand mit fast meditativen Schritten gehen wir über den Rheindeich, gönnen unseren Augen die blütenprächtigen Gärten, saugen den Duft von Flieder und zahlloser berauschender Duftverschwender, und manchmal lauschen wir nur, stehend, einander umarmend.
Ausgeliefert fühle ich mich dieser unbeschreiblichen Sehnsucht, deren Ziel ich nicht kenne. Vielleicht - doch - Susanne, die ich an mich pressen und in sanfter Liebe küssen möchte? Deren Wärme mir so gut tut und in deren Haar sich mein Gesicht einwühlen möchte?