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Guten Morgen ihr Lieben! Damit ihr nicht lange suchen müsst, stelle ich meinen Text hier ein. Es sind Erinnerungen. Herzliche Grüße Marjul
Leben
Als Kind wollte ich immer schon gerne wissen, wie das Leben nach dem Tode ist. Meine Mutter sagte mir, das könne man nicht wissen: „Es ist noch nie einer wiedergekommen.“ Seitdem ich regelmäßig meditiere, merke ich dass es durchaus möglich ist, etwas zu erfahren, das sich meinen physischen Sinnen entzieht. Ich kann mit Menschen sprechen, die nicht körperlich anwesend sind: mit solchen, die sich anderswo befinden, aber auch mit solchen, die schon gestorben sind. In der Meditation öffnen sich mir auch die Welten, in denen diese Menschen jetzt leben, und ich kann dort wahrnehmen und handeln. Das meiste dort erschließt sich mir über den Tastsinn. Ich spüre Energien und übersetze sie mir in Sprache. Oft bekomme ich Dinge gesagt, die ich selbst nicht erkenne. In der Meditation überprüfe ich die Informationen, die ich gesammelt habe. Dadurch kristallisiert sich das heraus, was ich mir als meine Wahrheit zu eigen mache, was sich aber auch zusammen mit meinem Bewusstsein ändern kann. Dieses stelle ich hier dar.
Wenn ich meditiere, erfahre ich verschiedene, aufeinander folgende Ebenen. Auf den ersten vier davon – die physische Ebene nicht mitgezählt – nehme ich Menschen wahr, die sich bewegen, handeln, sprechen essen, schlafen, und schließe daraus, dass sie Körper haben, die aus der Materie der jeweiligen Welt sind. Ich habe miterlebt, wie Menschen in der physischen und nacheinander in den weiteren Welten gestorben sind und nun nach dem Ablegen aller Körper als Seelen leben.
Ich finde es sehr tröstlich zu erleben, dass Verstorbene nicht weg sind. Die undurchdringliche Wand, die mich von einem lieben Menschen trennt, der nicht mehr in der physischen Welt lebt, existiert nur hier. In der Meditation kann ich ihn wahrnehmen, mit ihm sprechen, ihn sogar in seiner Welt besuchen. Wenn ich in andere Welten „gehe“, löst das dort meistens freudiges Erstaunen aus. Die Menschen dort sind gern bereit, mir etwas zu zeigen oder zu erklären. Es gibt natürlich auch Situationen, genau wie „hier“, in denen jemand nicht von mir gestört werden möchte. Für Verstorbene kann es sehr trostreich sein, wenn jemand, den sie gekannt haben, ihnen zuhört und antwortet. Sie können sich uns nicht mehr direkt verständlich machen, aber sie nehmen uns wahr und möchten sich uns vielleicht mitteilen. Dann ist es schmerzhaft für sie, wenn der Angesprochene nicht merkt, dass sie da sind, vielleicht nur deshalb, weil er es nicht für möglich hält.
In den anderen Welten leben aber nicht nur Menschen, die schon gestorben sind, sondern jeder, der einen physischen Körper hat, trägt auch die anderen Körper und lebt mit ihnen in der jeweiligen Welt bzw. als Seele in der Seelenwelt, ob er sich dessen bewusst ist oder nicht. Ich habe gefunden, dass es mir große Vorteile bringt, mir meines Lebens in den anderen Welten bewusst zu werden. Ich brauche nicht mehr zu befürchten, es könnte mir dort schlechter gehen als hier. Es geht mir überall gut, solange ich in Meditation bleibe. Ich brauche auch nicht mehr auf das Leben nach dem Tod zu warten, um mir Bedürfnisse zu erfüllen, die sich jetzt nicht erfüllen lassen. Ich weiß ja nicht, wie viel Zeit mir in den einzelnen Welten bleibt und wie viel Kraft ich dort noch haben werde. Jedes Mal wenn ich darüber nachdenke, was ich in der einen oder anderen Welt nach dem Tode tun möchte, bekomme ich die Aufforderung, es doch sofort zu tun. Diese Welten sind ja auch jetzt für mich da. Ich kann dort Menschen treffen, Informationen, Ratschläge und Heilung bekommen, mich meinen Begabungen entsprechend betätigen, Reisen zu Orten machen, an die ich in der physischen Welt nicht komme ... Es ist kein Grund zum Verzweifeln für mich, wenn etwas hier nicht möglich ist. Was ich wirklich brauche, kann ich jetzt schon in irgend einer Welt bekommen.
Die vier Ebenen, auf denen die Seele noch Hüllen trägt, unterscheide ich nach den Eigenschaften dieser Hüllen. Mir ist aufgefallen, dass ich bei meinem Erkennen und Handeln dort verschiedene Fähigkeiten einsetze und bei den Menschen, denen ich dort begegne, als Hauptkennzeichen wahrnehme: Auf der ersten Ebene das Fühlen, auf der zweiten das Denken, auf der dritten den Willen, auf der vierten die Intuition. Daher nenne ich die Ebenen: Physische Ebene, Gefühlsebene, Gedankenebene, Willensebene, Intuitionsebene. Dann folgt die Ebene der unverhüllten persönlichen Seele, und darüber hinaus gibt es überpersönliche Ebenen.
Auf den ersten vier Ebenen treffe ich jeweils eine Welt an, die Ähnlichkeit mir der physischen hat, sich aber auch zunehmend von ihr unterscheidet. Was ich dort wahrnehme, ist in sich zusammenhängend, wiederholt sich und baut aufeinander auf. Alles geschieht dort in einem Raum-Zeit-Gefüge, und ich habe nicht die Möglichkeit, etwas nach Belieben vor meinem inneren Auge entstehen zu lassen. Nicht alles, was ich dort wahrnehme, entspricht meinen Erwartungen, und es gefällt mir auch nicht unbedingt. Daraus schließe ich, dass ich es mit einer Wirklichkeit zu tun habe, die - auch – außerhalb von mir ist.
Die verschiedenen Hüllen erscheinen mir als Organismen, die von der Materie der sie umgebenden Welt leben. Sie brauchen Nahrung, Kleidung und Unterkunft, können krank werden, altern und sterben schließlich. Solange der Mensch einen physischen Leib hat, ernährt dieser die anderen Körper mit. Nach dem physischen Tode übernimmt der nächste Körper diese Aufgabe und so weiter. Deshalb muss auch in den anderen Welten der Lebensunterhalt verdient werden. Erst in der Seelenwelt gibt es diese Notwendigkeit nicht mehr.
Die anderen Welten liegen wie immer größere Kugeln um die physische Erde herum. Daher entsprechen der Sonnenstand, das Klima, die Jahres- und Tageszeiten in den verschiedenen Gegenden den Gebieten auf der Erde. Auch in der Lebensweise sind die weiteren Welten der physischen in der selben Gegend ähnlich. Ein Mensch aus Europa trifft nach dem Tode also etwas anderes an als beispielsweise ein Mensch aus Afrika. Je weniger Körper man noch hat, umso geringer werden die Unterschiede, bis es sie in der Welt der Seelen gar nicht mehr gibt.
Die Materie ist in den ersten vier „jenseitigen“ Welten noch der Schwerkraft unterworfen. Sie ist aber zunehmend feiner und leichter. Deshalb geht alles dort schneller und müheloser als hier, und man hat mehr Möglichkeiten, die Wirklichkeit nach seinen Wünschen zu gestalten.
Der physische Leib kann nicht ohne die weiteren Körper leben, und bei den anderen ist es jeweils genauso. Den Intuitionskörper behält die Seele am längsten. Wie lange man in den einzelnen Welten bleibt, richtet sich danach, wie viel Lebenskraft man noch in den verschiedenen Körpern hat. Es kann sein, dass ein oder mehrere Körper gleich nach dem physischen Tode sterben, der Prozess kann aber auch Jahre oder gar Jahrzehnte dauern. Die Zeit in den anderen Welten kann genutzt werden für Weiterentwicklung, Verarbeitung, Versöhnung, Erfüllung von Wünschen – für alles, wozu es im physischen Leben keine Gelegenheit gab.
Die Gefühlswelt
Nach dem physischen Tode trägt die Seele als äußerste Hülle einen Leib aus Gefühlen. Die Menschen in dieser Welt wirken auf mich sehr gefühlsbetont, auch ich selbst. Freude, Trauer und andere Emotionen treten unmittelbar zutage. Mir begegnet dort sehr viel Herzlichkeit und Lebensfreude. Man hat Vergnügen an gutem Essen und Trinken, am Feiern und an anderen gemeinsamen Unternehmungen.
Die Gefühlswelt hat große Ähnlichkeit mit der physischen. Es gibt dort Natur, Häuser, Straßen, Verwaltungsgebäude, Schulen - die Kinder sind Menschen, die jung gestorben sind -, religiöse Gebäude, Krankenhäuser, Ärzte, Medikamente, Geld, Medien, Computer und Vieles mehr. Erfindungen und Einrichtungen der physischen Welt, die für sinnvoll gehalten werden, entstehen auch in der Gefühlswelt. Was es in der physischen Welt nicht gibt, kann auch in keiner der weiteren Welten geschaffen werden.
Wenn man in der Gefühlswelt ankommt, badet man und bekommt Kleidung. Man wird begrüßt und zu einer Stelle geführt, wo es sich entscheidet, wie man in dieser Welt leben wird. Beim physischen Tode oder kurz davor hat man einen Lebensrückblick erlebt und weiß nun, was man möchte, oder versteht, was über einen bestimmt wird. Man wird nach seinen Wünschen gefragt, muss sich aber auch nach den Möglichkeiten richten.
In der Gefühlswelt kann man Bekannte wieder treffen, die vor nicht allzu langer Zeit gestorben sind. Wer aber schon länger tot ist, lebt in einer der weiteren Welten oder ist wieder inkarniert.
In der Gefühlswelt lebt man bescheidener als hier. Das Nötigste an Kleidung und Gebrauchsgegenständen bekommt man – gebraucht – gestellt. Weiteres kann man sich kaufen, wenn man genug Geld verdient hat. Alle diese Dingen werden weitergegeben, wenn man die Gefühlswelt wieder verlässt.
Man kann – unsichtbar - bei Menschen der physischen Welt wohnen, wenn beide Seiten einverstanden sind, oder man bekommt anderswo eine Unterkunft. Privaten Raum gibt es nur zum Wohnen und Schlafen. Die Mahlzeiten werden in einem Gemeinschaftszentrum eingenommen. Dort kann man Bekannte treffen, sich verabreden, bekommt Post, und es finden Feiern und Veranstaltungen statt.
Dreimal am Tag wird gegessen. Was man zu sich nimmt, erscheint mir ähnlich wie unsere Nahrung. Es wird zubereitet und serviert. Probieren kann ich es nicht; es würde mir nicht bekommen, weil ich meinen physischen Körper noch habe.
Man muss arbeiten, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Das kann in dem Beruf sein, den man vorher hatte, oder auch in einem anderen, nach Wahl oder nach Notwendigkeit. Es gibt in der Gefühlswelt nicht so viel Automation wie hier, deshalb finden die meisten Menschen Arbeit. Da die Materie leichter ist, braucht niemand übermäßig schwer zu arbeiten, und alles geht schneller. Man arbeitet dort nicht ganz so viele Stunden wie hier, aber auch am Samstag Morgen. Der Sonntag ist Ruhetag.
Wenn man sich krank fühlt, geht man morgens früh zu einem Arzt, der bestimmt, ob man arbeiten kann oder nicht. Dauernde Arbeitsunfähigkeit wird vom Arzt bescheinigt und von einer amtlichen Stelle überprüft. Man bekommt dann seinen Lebensunterhalt gesichert, aber kein Geld darüber hinaus. Eine feste Grenze für die Erreichung des Rentenalters gibt es nicht.
Physische Wände sind für den Gefühlskörper kein Hindernis. Die Wände in der Gefühlswelt natürlich wohl. Man kann sich dort schneller bewegen als hier. Es ist mehr ein Schweben als ein Gehen. Darum lassen sich schon zu Fuß größere Strecken zurücklegen. Es gibt aber auch Verkehrsmittel – öffentliche, keine Privatautos - , mit denen sich in kurzer Zeit große Entfernungen überwinden lassen. Es ist von hier aus (Münster/Westfalen) nur ein Halbtagsausflug, wenn man beispielsweise ins nächste Mittelgebirge fahren möchte zum Spazieren Gehen oder Skilaufen.
Die Menschen in der Gefühlswelt können einander tragen. Das erleichtert z. B. die Altenpflege. Anstatt einen Rollstuhl zu benutzen, kann man den gehbehinderten Menschen an sich festbinden und ich so mit sich nehmen.
Religion wird in der Gefühlswelt und in den weiteren zunehmend intensiver praktiziert. Es gibt die selben Religionen wie in der physischen Welt, und sie leben zunehmend friedlicher miteinander.
Im Durchschnitt sind die Menschen in der Gefühlswelt freundlicher und die gesellschaftlichen Einrichtungen vernünftiger als hier. Dennoch gibt es dort auch Armut, Not, Katastrophen und Kriege, wenn auch nicht so viel wie hier.
Die Zeit, die jemand nach dem physischen Tode noch in der Gefühlswelt lebt, kann bis zu einigen Jahrzehnten betragen. Wenn jemand dort gestorben ist, betrauern die Hinterbliebenen ihn. Die Bestattungsgebräuche sind ähnlich wie in der physischen Welt. Die Erde ist dort aber nicht so fest wie hier. Der Sarg gleitet sozusagen in sie hinein.
Die folgenden Welten haben einige Ähnlichkeit mit der Gefühlswelt. Die Materie ist dort aber zunehmend feiner, alles geht leichter und schneller, und man hat immer weniger materielle Bedürfnisse. Ich erwähne im folgenden nur, was in den jeweiligen Welten anders ist als in der vorhergehenden.
Die Gedankenwelt
Wenn die Seele den Gefühlskörper abgelegt hat, ist der Gedankenkörper ihre äußerste Hülle. Die Menschen in der Gedankenwelt, auch ich selbst auf dieser Ebene, kommen mir sehr verstandesbetont vor.
Zusätzlich zu der Arbeit, mit der man sein Geld verdient, gibt es hier ehrenamtliche Aufgaben für die Gemeinschaft, die jeder, der dazu in der Lage ist, erfüllen muss. Da alles schnell geht, hat man neben diesen Tätigkeiten noch genügend Zeit für das, was man gern möchte.
Man kann sich dort noch schneller fortbewegen und an einem freien Nachmittag, wenn man möchte, von hier aus einen Ausflug an die Nordsee oder in den Schwarzwald machen.
In der Gedankenwelt kommt man mit zwei Mahlzeiten pro Tag aus, die morgens und abends gemeinschaftlich eingenommen werden.
Man kann hier mehr Krankheiten geistig heilen als in den vorhergehenden Welten, aber auch nicht alle.
Wenn man stirbt, kann das hier recht schnell gehen. Es wird nichts dagegen unternommen. Manche Menschen haben morgens noch gearbeitet oder waren unterwegs und sind abends schon tot.
Das Leben in der Gedankenwelt kann bis zu einigen Jahren dauern.
Die Willenswelt
Nach dem Tode des Gedankenkörpers trägt die Seele als äußerste Hülle den Willenskörper.
In der Willenswelt kommen mir die Menschen, die mir begegnen, und ich selbst sehr willensbetont vor. Ich empfinde diese Welt als streng. Pflichten spielen eine sehr große Rolle.
Zu der beruflichen Arbeit und der ehrenamtlichen Aufgabe, die z.B. in Küchendienst, Altenpflege oder im Bauen von Häusern bestehen kann, kommt hier noch die Verpflichtung, an Versammlungen zur Gestaltung des Gemeinschaftslebens teilzunehmen. Diese finden jeden Abend, außer an den Wochenenden, statt und dauern 1-2 Stunden, was in Anbetracht dessen, dass in dieser Welt alles sehr schnell geht, eine Menge Zeit ist. Da berufliche und ehrenamtliche Arbeit aber nur jeweils recht kurz dauern, bleibt einem auch viel Freizeit.
Auf den Versammlungen, die von einem oder einer Ältesten geleitet werden, tauscht man Informationen aus und bespricht alle Angelegenheiten, die jeden Einzelnen und die Gemeinschaft betreffen. Es herrscht in dieser Welt eine direkte Demokratie: alle dazu fähigen Einwohner beraten und entscheiden gemeinsam über die Innen- und Außenpolitik. Die Staaten sind von der Größe her recht übersichtlich, und man kann sich so schnell fortbewegen, dass man aus allen Gebieten eines Staates zu der abendlichen Versammlung in der Hauptstadt kommen kann. Der Staat in unserer Gegend ist etwa so groß wie Nordrhein-Westfalen und in einen Bundesstaat eingegliedert.
Es wird sehr genau darauf geachtet, dass jeder Einzelne seine Bedürfnisse befriedigen kann und seine Pflichten erfüllt. Wenn es Schwierigkeiten gibt, werden sie auf der Versammlung besprochen und gemeinsam nach einer Lösung gesucht. Es gibt dort eine Art Schiedsgericht aus Männern und Frauen, die aufgrund ihrer Weisheit in dieses Amt berufen worden sind und in strittigen Fällen per Handzeichen abstimmen. Auch gegenüber den anderen Staaten wird sehr großer Wert darauf gelegt, dass keiner in seinen Rechten beeinträchtigt wird. Die Willenswelt ist die erste, in der es keine Kriege gibt und in der es gelingt, allein mit erneuerbaren Ressourcen den Energiebedarf zu decken..
Wenn man mit einem Partner zusammen leben möchte, wird verlangt, dass man heiratet. Es soll klar sein, wer zu wem gehört. Man heiratet amtlich und, wenn man möchte, in seiner Religionsgemeinschaft. Dieses gilt auch dann, wenn man in der physischen Welt mit dem selben Partner verheiratet war. Man kann aber auch einen anderen Partner heiraten. Kinder bekommt man in den anderen Welten nicht mehr.
Unsere Lebensweise in der physischen Welt sieht man in der Willenswelt sehr kritisch. Mir wurde gesagt, wir verschmutzen die Erde, vergeuden die Ressourcen der nachfolgenden Generationen und achten viel zu wenig auf Gerechtigkeit.
Wenn man krank ist, geht man zu einem geistigen Heiler. In der Willenswelt sind keine anderen Heilmethoden mehr nötig.
Religion wird in der Willenswelt in geläuterter Form praktiziert. Man verehrt dort keinen Menschen mehr als Gott.
Die Willenswelt ist nicht so dicht bevölkert wie die vorigen, denn man lebt dort nicht sehr lange, höchstens einige Wochen. Der Tod ist dort recht leicht.
Die Intuitions-Welt
Hier trägt die Seele als einzige Hülle den Intuitions-Körper. In dieser Welt ist Kulturelles (bildende Kunst, Musik, Theater, Literatur) die hauptsächliche Beschäftigung. Man geht häufig ins Theater, hört Konzerte oder besucht Ausstellungen. Künstler, die in der physischen Welt Werke geschaffen haben, bringen diese in der Intuitions-Welt wieder hervor. Neues wird hier nicht mehr geschaffen.
Der Intuitions-Körper hat nicht viele Bedürfnisse. Man nimmt nur noch eine Mahlzeit am Tag zu sich, und zwar morgens. Die Arbeit – Beruf und Ehrenamt – nimmt nicht mehr viel Zeit in Anspruch.
Es gibt auch in der Intuitions-Welt verschiedene Völker und Sprachen. Politische Herrschaft ist nicht mehr nötig.
Es gibt nicht viele Menschen dort, da die Verweildauer sehr kurz ist. Man kann sie in Tagen zählen, wobei man an einem Tag aber sehr viel tun und erleben kann, weil alles fast unvorstellbar schnell geht.
Sterben ist in der Intuitions-Welt nur noch wie das Verlöschen einer Flamme.
Die Seelenwelt
Dort lebt man als Seele, ohne Körper und ohne umgebende Materie. Man braucht nicht zu atmen, zu essen, zu trinken und ist immer im Licht. Fehler, Irrtum, Krankheit oder Leiden irgendwelcher Art gibt es nicht, ebenso wenig den Tod. Allerdings erlebt man diesen Zustand der Seligkeit nur in dem Maße, wie man bewusst ist. Es besteht auch die Möglichkeit, mehr oder weniger in einer Art Dämmerschlaf zu existieren.
Die Seelen erkennen einander wieder, denn sie sind individuell, Mann oder Frau. Durch Inkarnationen sammeln sie Erfahrungen, die sie in Erinnerung behalten. So bildet sich ihr unverwechselbarer Charakter.
Zwischen den Seelen gibt es Gemeinschaft, Freundschaft und Liebe. Unterschiede in Nation, Rasse oder Ansehen bestehen nicht mehr. Niemand hat Macht über einen anderen, und niemand ist reicher als ein anderer, denn es gibt nichts, das man besitzen könnte.
Die Seelen können sich miteinander verständigen, auch mit Seelen, die zur Zeit verkörpert sind. Unterschiedliche Sprachen gibt es nicht.
Eine feste Begrenzung habe die Seelen nicht, sondern sie strahlen von einem Mittelpunkt aus wie Flammen. Wenn sie es möchten, können sie nicht nur nebeneinander sein, wie in der physischen Welt, oder teilweise ineinander, wie in den folgenden Welten, sondern ganz und gar ineinander. Solange sie ineinander sind, kann allerdings keine Kommunikation zwischen ihnen stattfinden. Dazu müssen sie wieder auseinander gehen.
Die Seelen sind religiös in dem Sinne, dass sie eine Beziehung zu Umfassenderem kennen und pflegen. Feste Religionsgemeinschaften mit Priestern und bestimmten Vorschriften gibt es nicht. Jede Seele übt auf ihre eigene Art Religion aus. Wenn mehrere Seelen dieses gemeinsam möchten, tun sie es.
Auch das Leben in der Seelenwelt dauert nicht ewig. Irgendwann kommt der Zeitpunkt der Wiedergeburt. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die von den Bedürfnissen und Aufgaben eines jeden abhängen. An der Entscheidung hierüber kann die Seele sich beteiligen, wenn sie genügend Bewusstsein dazu hat. Nicht-Wiedergeboren-Werden gibt es nicht. Von der Welt der Seelen aus kann man als Mensch auf dieser Erde wiedergeboren werden, gleichbleibend als Mann oder Frau.
Überpersönliche Welten
Aus der Meditation kenne ich noch weitere Welten. Dort erlebe ich nicht mehr mich als Individuum, dort ist überpersönliche Einheit. Bildlich gesprochen ist die Flamme meiner Seele mit anderen Flammen zu einem größeren Feuer vereinigt. Individuell gibt es mich nicht mehr, aber die Eigenschaften, die ich im Laufe meiner Inkarnationen entwickelt habe, gehen in die überindividuelle Einheit ein.
Die Existenz von überpersönlicher Einheit ermöglicht es zum Beispiel, dass wir füreinander beten oder einander Heilung vermitteln können. Sie erklärt es wohl auch, dass ich die Befindlichkeit und Bedürfnisse anderer in meinem Körper spüren kann oder dass es mir möglich ist, mich selbst aus dem Blickwinkel von jemand anders zu betrachten. Auch mein Bewusstsein: „Du bist ich – ich bin du!“ hat hier seine Wurzeln.
Auf jeder Ebene erlebe ich Meditation, an der ich beteiligt bin. Dies ist mir Trost: auch wenn es mich persönlich nicht mehr gibt , kann „ich“ einfach immer weiter meditieren.
Diese Erkenntnisse genügen mir, und mit ihnen kann ich getrost in meine Gegenwart zurückkehren. Damit betrachte ich meine ursprüngliche Frage nach dem Leben nach dem Tode als beantwortet.
DER WANDEL Ich wandle. Ich werde. Ich komme. Ich weile. Ich gehe. Ich bin.
http://www.scribd.com/doc/6412062/Im-Sch...ng-von-Gedanken
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