aus
http://www.inne-sein.de/index.htmlvon Gabrielle Palm
Wer auch immer Magie ausübt, hat noch nicht verstanden, dass es so wie es ist, gut ist.
Magie ist das Wissen um und die bewusste Anwendung von Gedanken, bildhafter Vorstellungskraft und Konzentration, um zu beeinflussen. Gedanken, wie auch Vorstellungen werden in der Magie zielgerichtet angewendet. In Ritualen wird die Kraft der Gedanken und Gefühle noch zusätzlich mit Worten und Handlungen verstärkt. In der weißen Magie ist das Ziel, Anderen oder sich selbst zu helfen, in der schwarzen Magie verfolgt man egoistische Ziele oder will Anderen schaden. Beide, die weiße, wie die schwarze Magie sind im Grunde das Gleiche - Geistheilung gehört zur weißen Magie.
Magie ist für viele Menschen sehr anziehend, denn sie gibt das Gefühl von Macht. Wir alle "arbeiten" Tag für Tag mit unseren Gedankenwesen, allein schon dadurch, dass wir denken und uns Vorstellungen und Bilder schaffen. Wir tun dies zumeist unbewusst, doch nicht weniger wirksam als in der Magie. Wir alle basteln damit an unserem Schicksal und am Schicksal Anderer. Insbesondere Illusionen können fatale Wirkungen entfalten.
Solange der Mensch sich als ein abgetrenntes Wesen glaubt, sich als vereinzeltes Individuum betrachtet, das nicht nur physisch, sondern auch geistig allein für sich steht, so lange ist er der Macht von Gedankenwesen und Vorstellungen, wie auch der Kraft von Süchten und Gewohnheiten stark unterworfen. Im Erwachen zerrinnen Glaubensmaxime wie auch Geister, Götter, Zwänge und Süchte mit einem Schlag zu Nichts und verlieren ihre Kraft. Von diesem Zeitpunkt an wird klar, dass all das keine Wirklichkeit hat.
Magie wird scheinbar benötigt, wenn das Leben und das Schicksal als ungerecht und unvollkommen empfunden werden. Im Erwachen wird klar: es ist alles vollkommen, es ist gut wie es ist. Der Moment ist von da an der Zielpunkt der Erfahrung, und außerhalb des Momentes versinkt alles in Unwichtigkeit. Die Probleme von Morgen, die Schmerzen von Gestern - sie sind vergessen, wichtig ist nur der Moment - das Jetzt. Damit schwinden auch alle Gründe, am Schicksal etwas ändern zu wollen, weder am eigenen, noch an dem eines anderen Menschen. Da nichts mehr als getrennt und einzeln empfunden wird, ist das Leid eines jedes Menschen das eigene Leid, und das Glück jedes Menschen das eigene Glück. Das Leben wird ein Schwingen in den Erfordernissen eines jeden Momentes, ein Reagieren und Agieren mit dem, was ist, mit der nackten Realität.
Es gibt nur eine Möglichkeit wahrhaft heilsam zu wirken, und die liegt im Nichtwirken. Also in der völligen Anheimgabe an das SEIN. Aus dieser Anheimgabe erwachsen innerer Friede und eine unzerstörbare, überpersönliche Liebe, die nicht aus dem Ich kommt, sondern aus dem Göttlichen. Und wo diese Liebe fließt, kann man nicht anders, als anderen Menschen nur Gutes wünschen. Doch hier wirkt Liebe nicht durch aktives Handeln, sondern durch die wohlwollende Haltung und die Ausstrahlung von Frieden und Harmonie, Gelöstheit und Entspanntheit. Nicht willentlich, sondern ganz von selbst - nämlich aus dem Selbst heraus.
Diese Lebenshaltung, dieses Daseinsart gewinnt im Erwachen zum natürlichen Zustand die Oberhand und ist nicht beschreibbar, nicht erlernbar, nicht nachzuahmen, denn sie kommt aus dem Jetzt und geht ins Jetzt, ist unmittelbar und absichtslos. Es ist viel weniger kompliziert als man immer denkt, ja es ist das Simpelste, Einfachste von der Welt, denn so leben alle Kinder, noch unverbaut durch die Vorstellung, ein Ich zu sein. Und jeder Mensch kennt diesen Zustand zutiefst, er ist ihm näher als irgendetwas anderes.
Magie, Heilungen, Beeinflussung - aus welcher Motivation auch immer - werden überflüssig, denn die Welt ist heil, ist gut, ist in Ordnung, auch wenn es aus einer anderen Perspektive nicht so aussieht, nicht geglaubt werden kann. Der naive Blick des Augenblicks macht alles gut und richtig.
Liebe und Mitgefühl sind da – in dem Moment, in dem sie wichtig sind, im direkten Kontakt mit Menschen die leiden oder nicht leiden, im ganz und gar Hier- und Jetztsein. Es ist eine Liebe, die über das angestrengte "Liebenmüssen", das von manchen spirituellen Schulen gefordert wird, weit hinaus geht. Denn sie ist Akzeptanz. Akzeptanz, Annehmen, Hingeben und damit Lieben. Das Wesen des Menschen ist Liebe, denn Gott ist Liebe. Die Worte Leben und Lieben haben nicht umsonst denselben Wortstamm. Ebenso wie Leiben, Loben, Laben.... Dass wir einen Leib haben, ginge nicht ohne die göttliche Liebe. Und ein Leib, der verstümmelt ist, ist nichtsdestotrotz ein Leib, ein Lieben ein Leben. Und wenn der Leib krank ist, ist er krank. Wenn ein Leib stirbt, so stirbt er. Alles ist Gott, alles, nicht nur dieser eine Leib. Also, was geschieht, wenn ein Leib stirbt? Nichts. Woanders wird ein Leib geboren. Alles Gott. Alles Eins.
Wir glauben, wir seien eine Person, doch wir sind Alles. Gott. Magie ist überflüssig. Magie geschieht ohnehin in jeder Sekunde, gewollt oder ungewollt, denn Gott ist magisch an sich. Und unverbesserlich.
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Sommer und Winter wechseln
so sind die Dinge