Es kommt nicht darauf an, was du sagst, sondern WIE du es sagst.
Dazu müsste ich deine Weise kennenlernen, um zu erklären, ob du missionierst oder nicht. Weiterhin: Wenn man ungefragt jedem seine Meinung unter die Nase reibt, so ist das missionieren.
Nun Missionieren - was sagt dieses Wort allein aus? - Eine Mission haben und sich so fühlen als könnte man andere von seiner Überzeugung "überzeugen". Mission heisst auch "sich berufen fühlen"
Dann ist die Frage: Wer beruft mich? Gott? im ehesten Falle ist die Antwort "ich selbst".
Das führt dann nur zu Missverständnis. Niemand kann erwarten dass ein anderer glaubt was ich glaube, und von mir im Ego überzeugt wird zu glauben was ich glaube. Das entscheidet jeder selbst.
Ich selbst kenne es von mir das eine innere Rebellion mich antreibt in gewissen Situationen in missionarischer Haltung zu agieren, mir zu wünschen das es ein paar Menschen mehr gibt die die Welt so sehen wie ich es tue.
Aber das kann ich nicht wollen und vom Ast schlagen, man kann sich mitteilen und Gleichgesinnte finden. Das ist auch viel schöner und einfacher.
Für den Rest bleibt es zu akzeptieren, das Dinge und Menschen so sind wie sie sind und Missionierung garnicht brauchen. Inspiration ist ein viel schöneres Wort dafür und vielleicht mehr als wirksam, weil jedem die Entscheidung zum "Glauben" überlassen wird.
Ich denke es kommt auch auf die Art und Weise an, wie "missioniert" wird. Da kann man entweder die Mitmenschen die Möglichkeit geben sich mit diversen Dingen im Diskurs auseinanderzusetzen oder versuchen Dinge aufzuzwängen. Welches mehr Erfolgt birgt, lässt sich ja erahnen.