Stonehenge ist ein in der Jungsteinzeit begründetes und mindestens bis in die Bronzezeit benutztes Bauwerk in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, England, etwa 13 Kilometer nordwestlich von Salisbury. Es besteht aus einer Grabenanlage, die eine Megalithstruktur umgibt, welche wiederum aus mehreren konzentrischen Steinkreisen gebildet wird. Die beiden auffälligsten Steinkreise sind dabei ein äußerer Kreis aus Pfeilersteinen, die von Decksteinen überbrückt werden, sowie eine innere hufeisenförmige Struktur aus ursprünglich fünf Trilithen (jeweils zwei Tragsteine, die von einem Deckstein überbrückt werden). Dazwischen befinden sich weitere Strukturen aus kleineren Steinen sowie Löchern im Boden. Weitere Megalithe sowie zwei Hügelgräber finden sich in unmittelbarer Nähe.
Die Entstehung der Anlage lässt sich grob in drei Phasen unterteilen. Die Frühphase der Anlage, mit einem kreisrunden Erdwall und einem Graben, wird auf etwa 3100 v. Chr. datiert. Die auffällige Megalithstruktur wurde etwa zwischen 2500 v. Chr. und 2000 v. Chr. errichtet.
Sagen und Legenden Sonnenaufgang hinter dem Fersenstein
Der Fersenstein war früher auch einmal als Friar’s Heel (engl. „Mönchsferse“) bekannt. Eine Sage, die frühestens auf das 17. Jahrhundert datiert werden kann, erzählt den Ursprung des Namens:
„Der Teufel kaufte die Steine von einer Frau in Irland und brachte sie in die Ebene von Salisbury. Einer der Steine fiel in den Avon, den Rest legte er in der Ebene ab. Der Teufel schrie laut heraus, „Niemand wird herausfinden, wie diese Steine hierher kamen.“, Ein Mönch antwortete ihm „Das glaubst aber nur du!“, worauf der Teufel einen der Steine nach ihm warf und ihn damit an der Ferse traf. Der Stein blieb im Boden stecken und bekam so den Namen.“
Einige glauben, dass sich der Name „Friar’s Heel“ von „Freya's He-ol“ oder „Freya Sul“ ableitet, benannt nach der germanischen Gottheit Freya und den (angeblichen) Waliser Wörtern für „Weg“ beziehungsweise „Sonntag“.
Stonehenge wird oft mit der Artussage in Verbindung gebracht. Geoffrey von Monmouth behauptet, dass Merlin Stonehenges aus Irland hergebracht habe, wo es ursprünglich auf dem Mount Killaraus von Giganten erbaut worden sei, die die Steine aus Afrika gebracht hatten.
Nach seinem Wiederaufbau bei Amesbury, beschreibt Geoffrey weiter, habe man erst Ambrosius Aurelianus, dann Uther Pendragon und später Konstantin III. im Inneren des Rings begraben. An vielen Stellen seiner Historia Regum Britanniae vermischt Geoffrey britische Legende mit der eigenen Fantasie. Er setzt Ambrosius Aurelianus mit dem prähistorischen Monument in Verbindung, nur weil sein Name dem des nahen Amesbury ähnelt.
Nachbildungen und abgeleitete Namen
Bei Maryhill im Staat Washington gibt es eine maßgetreue Kopie von Stonehenge vor dem Verfall, errichtet von Sam Hill als Kriegsdenkmal. Es ist sogar nach dem Mittsommersonnenaufgang ausgerichtet. Dies geschah aber an einem virtuellen Horizont, anstelle der offensichtlichen Position der Sonne am tatsächlichen Landschaftshorizont.
Eine Replik von Stonehenge spielt im Film This is Spinal Tap eine Rolle.
Ein „Auto-Henge“ wurde in Nebraska im Jahr 2000 von dem Künstler Jim Reynolds gebaut. Im Jahr 2003 wurde ein originalgroßes Strohhenge im bayrischen Kemnath in Deutschland aus 350 Ballen Stroh errichtet. Es gibt eine weitere Kopie, die Stonehenge II genannt wird, und westlich von Hunt, Texas, USA liegt. Die Koordinaten sind 30°04.428'N, 99°21.530'W.
America's Stonehenge ist eine ungewöhnliche und umstrittene Felsformation in den Vereinigten Staaten von Amerika, während Strohenge ein deutsches Musikfestival ist.
In Neuseeland wurde im Februar 2005 mit Stonehenge Aotearoa eine funktionelle Replik eingeweiht, die als Lehrmittel für astronomische Zusammenhänge und die Kultur der Maori verwendet wird.
In Erding plant der Eigentümer des Thermalbades "Therme Erding" einen originalgetreuen Nachbau des Stonehenge in seiner Saunalandschaft.
Quelle: Wikipedia,
http://de.wikipedia.org/wiki/StonehengeLicht und Liebe,
Irmi