Weißes Papier... und darüber schreiben, dass ich nichts weiß...
Ich bin traurig. Ich sollte das Loslassen lernen und es gelingt so schwer. Etwas zu halten, gibt Sicherheit. Wieso sollte man „Halt“ loslassen? Um zu vertrauen ja... zu vertrauen, dass man getragen wird. Die Liebe nicht festhalten....- loslassen... zu fühlen, dass ich trotzdem geliebt bin.
Immer wieder neu anfangen.... immer diese „Geburtszenen“... der Schmerz, die Trauer... Weiter treibt es mich... weiter .... Was kommt als nächstes? Will ich überhaupt ein „Nächstes“ erleben?
Jetzt denke ich an meine Waldspaziergänge... wäre es nicht viel einfacher, irgend einer dieser Bäume zu sein? – Unverrückbar „geschehen“ zu lassen... zu dienen. Mehr nicht. Das Gefühl, ein Baum zu sein, macht mich ruhig und gelassen. Nicht mehr denken zu müssen... einfach SEIN.... Mich zur Verfügung zu stellen für diese Erde.
Was hindert mich, ich „Mensch“ bloß zu SEIN? Ich vermute, es ist der Gedanke.... Der Gedanke stört augenblicklich die Ruhe...
Was geschieht, wenn ich die Gedanken ausschalte? Ich werde zum Instrument. Ich folge einer inneren Führung und diene.
Das klingt befreiend und gut, nichts mehr „tun“ zu müssen. Ich werde mich noch mehr darin üben...
Liebe Gwenda, als hättest Du in meinen Kopf geschaut. Seit Wochen ringe ich nach Worte, die das Beschriebene ausdrücken. Hier hast Du´s gemacht. Merci!
_________________________________________________________ Wer in seinem Leben nur Geld verdient, verdient auch nur Geld!
Zitat von DustInTheWind<<Was hindert mich, ich „Mensch“ bloß zu SEIN?<< Ganz einfach. Der Mensch ist nicht dazu "gemacht"........einfach nur zu SEIN. *lächel*
Warum sollte er so nicht sein???
_________________________________________________________ Wer in seinem Leben nur Geld verdient, verdient auch nur Geld!
Hmm.. ich denke, es hängt mit dem "Willen" zusammen - den wir mitbekommen... eine Pflanze "will" nix.. sie IST einfach...folgt ausschließlich ihrer inneren Stimme...
Es ist nun dir Frage, ob es den Menschen ohne "Willen" langweilig werden würde... wie und wohin sich die Erde mit den Menschen bewegen würde.... - es wäre halt grundsätzlich anders... aber wäre es schlechter?... wäre es besser???
Male mir eben ein paar Szenarien aus... Gelassenheit... Lebensfluss.. KEIN Lebenskampf... ob die Gefühlswelt in Mitleidenschaft gezogen wäre?? Urvertrauen.... ... Gwenda
Du möchtest deshalb lieber ein Baum sein......damit Du nicht ums (über)leben kämpfen mußt.
Vielleicht einer von diesen hier?....
oder dieser?...
oder von diesen?.....
Ich denke....daß jedes Lebewesen auf diesem Planeten ums (Über)leben kämpfen muß. Die einen mehr und die anderen weniger. Da sind wir Menschen noch recht gut dran, oder?
Mann dusty... du hast Nerven... Ich mein.. wenn du für mich "lecker" Mensch sein darstellen sollst, sehe ich dann Bilder von Leprakranken??? Eine Krebsstation im Krankenhaus oder ein Bild vom Krieg und Mord??????????????????
Sach ma.. du.. von welcher Seite gehst du LEBEN an????..............???.
DREH DICH DOCH EINFACH MAL UM ... BITTE 180 GRAD... LEBENSFLUSS! NICHT: Lebenskampf.... UND: EIN BAUM SIEHT SO AUS: ....kannst du dich noch erinnern??? .. Ich kann mich daran gar nicht satt sehen - und genau so ist´s mit den Menschen!!!
Der Mensch wurde meiner Ansicht nach dazu bestimmt einfach zu SEIN - im Hier und Jetzt. Allerdings spätestens nach der Pubertät in einem bewußten Prozess des Loslassens der Egoanhaftung, um Unbewußtes zu integrieren und sich BEWUSST wieder mit allem Eins zu fühlen, besser: Eins zu sein... :-)
Anders ausgedrückt: Darwin und seine bislang unbewiesene Theorie der Evolution (ich stamme nicht vom Affen ab, bei ihm bin ich da nicht so sicher *kicher*) förderten nebst Selektionsthese die Klassen- und Rassenkampftheorien und Umsetzungstendenzen beider Seiten vor und während des zweiten Weltkrieges.
Was hat das mit meiner Einleitung zu tun? Jede Menge, meine ich (wer auch immer das sein mag *grins*): Evolution, Selektion --- Begriffe des rationalen Verstehenwollens der Erde verbunden mit dem Gefühl des Getrenntseins, des Kampfes... wenn es ein Ich (Ego) gibt dann auch die "anderen" (wie bei der Serie "Lost"), die Feinde. Erst der Weg des Leides lernten die germanischen Nachbarn, dass politisch nicht der Krieg, sondern die Solidarität zählen... zumindest was kriegerische Auseinandersetzungen betrifft. Andere Nationen wie die von Adolf Bush steht diese erfahrung ggf. noch bevor.
So, Schluss mit Politik.
Offenbar "brauchen" viele Menschen den Weg vom Kampf zur Liebe... :-)
Ich persönlich trete der Liebe und Wahrheit wegen auch mal in einen Arsch - als ultima ratio. Denn wenn die Klügeren nachgeben, was haben wir dann? Richtig: Die Herrschaft der Dummen. Ein schlauer Mann meinte mal, dass es für den Triumph des Bösen reiche, wenn die Guten nichts tun...
Von daher weiss ich, dass ich persönlich (!) sowohl den Krieger als auch den Liebenden in mir vereine, weil sie gegenseitig aus sich Kraft schöpfen. Keine Trennung. Zenmässig würde ich sagen "Nicht eins oder zwei, sondern eins UND zwei"... :-))))
Ich bin jetzt ein Zwetschgenbaum... Bin ich einfach nur? Wie ist das im Frühling, wenn ich meine frischen Blätter haben möchte? Habe ich dieses Jahr Lust, Früchte zu tragen, oder lass ich es?
Ich bin eine Blumenzwiebel... Ich liege unter der Erde wie scheinbar tot, aber ich fühle, da ist etwas, etwas noch viel schöneres als dieser Ort an dem ich gerade bin. Ich versuche mich zu strecken..... Etwas Hartes leistet mir Widerstand, fühle mich, als ob ich am Ende meiner Kraft wäre, aber ich gebe nicht auf! Dann kommt mein Durchbruch, ich merke, dass sich mir ein freier Raum auftut, Platz da ist. Die Sonne scheint. Ja, es ist mehr da Geht denn noch mehr? Ich möchte größer werden, wachsen, mich der Sonne entgegenstrecken. Ich spüre den Frieden, die Lust, die Freude! Ja, jetzt bin ich zu der Blume erwacht, die ich bin
Wenn also eine Pflanze auch "will", dann IST auch ein Mensch. Fragt sich, was bescheidener oder einfacher ist
Dazu wär der Pilz ganz schön Ich wachse aus der Erde, Menschen kommen, reissen mich aus, zerstören durch den Hunger auf meine Frucht unachtsam mein feines Gitternetz unter der Erde, wieder und wieder, Jahr um Jahr... möchte ich noch einmal meine Frucht tragen, wenn sie ständig zerstört wird, ich kämpfen muss, um wieder zu wachsen? Ja, ich werde, denn das BIN ich, dazu BIN ich da.
Fazit: Eine Pflanze kämpft ständig, auch wenn sie abgebrannt wurde, für uns scheinbar tot ist, so wird doch wieder Leben durch sie entstehen. Hm, ich glaub darum, eine Pflanze kämpft auch und ewig - der Mensch gibt nur leichter auf.
Hey Moni, dann würdest Du auch zu den zarten Pflanzen gehören
Wünsch Euch einen wunderbaren Tag, Anna
Lebe die Liebe wie das Leben, so wird Dir alles gegeben ...