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Dieses Thema hat 1 Antworten
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Admin Offline

Admin


Beiträge: 44

23.06.2007 09:50
Sommersonnwende Antworten

Der Johannistag (kurz auch Johanni, gelegentlich auch Johannestag) ist der Gedenktag der Geburt Johannis des Täufers am 24. Juni. In der katholischen Kirche hat dieser Tag den Rang eines Hochfestes, um die starke Tradition des Mittsommerfestes zu christianisieren.

Ursprung Das Datum wurde entsprechend einer Angabe des Lukasevangeliums (1,26.36) vom liturgischen Datum der Geburt Jesu, Weihnachten, her errechnet, nämlich 6 Monate vorher: Im Kirchenjahr ergab sich daraus sehr passend das (antike) Datum der Sommersonnenwende des 24. Juni und Wintersonnenwende, der 25. Dezember.[1] Anlass zu diesem Bezug des längsten auf den kürzesten Tag des Jahres war der Täuferspruch in Hinblick auf den kommenden Christus: „Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.“ (Johannesevangelium 3,30). Johannes der Täufer ist neben der Gottesmutter Maria der einzige Heilige, an dessen Geburt ein kirchliches Fest erinnert; die Gedenktage der übrigen Heiligen sind meist ihre Todestage.

Die katholische Kirche begeht den Johannistag als Hochfest. Das Datum findet sich auch im Kalender anderer Kirchen. Johann Sebastian Bach schrieb für den Johannistag die Kantate „Christ, unser Herr, zum Jordan kam“ (BWV 7).

Brauchtum - Mittsommerfeste Johannisfeuer

Ein ausgepägtes Brauchtum hat sich um diesen Festtag entwickelt. Zu den Bräuchen zählte in der Johannisnacht der Tanz um das Johannisfeuer.

Johannisfeuer Das Johannisfeuer (oder Würzfeuer, Nodfeuer) ist ein seit dem 12. Jahrhundert erstmals, seit dem 14. Jahrhundert häufig belegter Brauch. Es wird in der Nacht vor dem Johannistag angezündet. Das vor allem auf Bergen stattfindende Feuer ist ein altes Symbol für die Sonne und für Christus. Als Sonnwendfeuer bezieht es sich auch auf das im Johannesevangelium (Kapitel 3,30) überliefert Wort von Johannes dem Täufer „Er (Jesus Christus) muss wachsen, ich aber muss abnehmen“.

Ein oft behaupteter heidnischer Ursprung des Brauches ist zwar vorstellbar aber nicht nachweisbar, zumal seine Ausbreitung in die stark christlich-religiös geprägte Zeit des Spätmittelalters fällt.

Dem Volksglauben nach sollte das Johannisfeuer böse Dämonen abwehren, die Krankheiten bringen, Viehschaden und misswüchsige Kinder hervorbringen. Darauf deuten auch die Strohpuppen, die man in manchen Gegenden ins Feuer wirft. Insbesondere sollten auch Hagelschäden abgewehrt werden. In dieser Beziehung deckt sich das Johannisfeuer mit dem Hagelfeuer. Diese Wirkungen des Johannisfeuers liegen vermutlich in der hohen Popularität des Heiligen begründet, dem auch sonst starke Kräfte zuerkannt werden - vergleiche die im Mittelalter außergewöhnlich stark verbreiteten Namen Hans, Johannes, Jan, Jean usw. Mittelalterliche Namensgebung heißt ja, dass dem Kind der entsprechende Heilige als Schutzpatron zugeeignet wird.

Ein Zusammenhang könnte außerdem mit dem sogenannten Notfeuer bestehen, weshalb es mancherorts auch Nodfeuer genannt wird. Auch der Hergang ist ziemlich gleich, nur dass der Umlauf mit Fackeln und das Umwälzen eines Rades beim Johannisfeuer besonders hervortritt. Schließlich steht es in enger Verbindung zur am 21. Juni stattfindenden Sommersonnenwende, weshalb es selbst häufig als Sonnenfeuer bzw. Sonnwendfeuer bezeichnet wird. Das beim Johannisfeuer verwendete umwälzende Rad wird oft als Sonne gedeutet.

Das Johannisfeuer findet man in verschiedener Ausgestaltung fast über ganz Europa verbreitet. Die südlichste Sonnenwendfeier mit Johannisfeuer war lange Zeit in Alicante, heute ist es in Torrevieja. Eine besondere Ausgestaltung der Feuer in Form von Figuren findet sich in Ehrwald (Tirol).

Johannisfeste Anstelle des Johannesfestes ist der Brauch der Mittsommerfeste in Skandinavien und dem Baltikum ausgeprägt, bei dem das Datum sich allerdings an der Sommersonnenwende orientiert; in Litauen ist Joninės und in Lettland Jāņi der populärste Feiertag überhaupt.

In Brasilien, insbesondere im Nordosten, wird das Fest als portugiesisch „São João“ gefeiert. Zentren dieses zweitwichtigsten Festes nach Karneval sind v.a. die Städte Caruaru in Pernambuco und Campina Grande in Paraíba. Da das Fest zeitlich mit der Maisernte zusammenfällt, werden zahlreiche Maisgerichte (Kuchen, Puddings, Suppen und Maiskolben, die über dem Johannisfeuer gegrillt werden) gegessen. Die reichhaltigen Kulturdarbietungen werden dominiert von den Tänzen Forró und Pastoril. Die Frauen tragen zu São João zumeist bunte, weite Kleider, die Männer karierte Hemden und Strohhüte.

In Mainz wird zu dieser Zeit die Johannisnacht gefeiert;
in Markdorf mit dem Angelusläuten am 24. Juni mittags der nur dort existierende Brauch des „Hansafüratle“.
Siehe auch: Johannisnacht, Roman von Uwe Timm

Weitere Zusammenhänge Das Johanniskraut wurde so benannt, da es um den Johannistag blüht.
Die Johannisbeere erreicht ihre Reife am Johannistag.
Die Schwärme der Johanniskäfer entfalten ihre Leuchtkraft in der Johannisnacht.
Der Johannisbrotbaum hingegen, hat möglicherweise mit Johannes dem Täufer, jedoch nicht mit dem Johannistag zu tun.

Am 24. Juni (Tag Johanni Baptista) wechselte im Stadtstaat Zürich jeweils der Bürgermeister und die Räte. Auch die Obervogteien und Landvogteien hatten ihre Amtswechsel an diesem Tag.
Der Johannistrieb ist der zweite Austrieb von Laubgehölzen um den Johannistag, dazu auch in der bäuerlichen Überlieferung der – spöttische – Johannistrieb, wenn ein älterer Mann eine junge Frau nimmt (der „Zweite Frühling“).

Johannistag in Québec Seit 1834 wird der Johannistag von den Franko-Kanadiern als Nationalfeiertag begangen. In Folge dessen erklärte 1908 Papst Pius X. Johannes den Täufer zum Schutzpatron der Franko-Kanadier. Seit 1977 ist der Johannistag in der Provinz Québec ein arbeitsfreier Feiertag.

Johanni als Bauernregel Johanni ist als Lostag in der Überlieferung für die Landwirtschaft und Wetter von zentraler Bedeutung. Die Sommersonnenwende am 21. Juni läutet meist mit dem Ende der Schafskälte die Erntesaison ein. Futtergräser sind bereits reif, und Sommer-Getreide und viele anderen Nutzpflanzen beginnen nun ihre Reifeperiode. Traditionell werden auch Rhabarber und Spargel bis zu diesem Tag geerntet.

Johanni gilt daher als spätester Termin auch in klimatisch schlechten Regionen (Küsten Norddeutschlands und Alpen) für die Heuernte, aber auch als Garant für gutes Wetter. Der Begriff Johannischnitt wurde geprägt.

„Vor dem Johannistag / man Gerst und Hafer nicht loben mag.“
„Wenn die Johanniswürmer glänzen, / darfst Du richten Deine Sensen.“
Die späte Mahd prägte die Artenvielfalt der europäischen Kulturlandschaft mit, da den meisten Wiesenpflanzen Zeit gelassen wird, auszusamen und auch den Bodenbrütern der Vögel und auch vielen anderen Tieren, wie Insekten und Spinnen, mehr Zeit für ihr erfolgreiches Vermehren gelassen wird.

„Der Kuckuck kündet teure Zeit, / wenn er nach Johanni schreit“ kann frei übersetzt werden mit: Eine verzögerte Entwicklung der Tiere ist meist verbunden mit schlechtem Wetter und daher mit Ernteausfällen.
Der Fortschritt der Landwirtschaft und die damit verbundene Intensivierung, vor allem die Werbung von Silage, verschob den Termin der Mahd immer weiter nach vorne. Der Johannischnitt gilt deshalb im Naturschutz als günstiger Termin für die Mahd von Wiesen und wird häufig bei der Pflege von naturnahen Wiesen angeordnet.

Quelle:http://de.wikipedia.org/wiki/Johannistag

Sternchen Offline

Aktives Mitglied

Beiträge: 76

23.06.2007 10:31
#2 RE: Sommersonnwende Antworten

dazu habe ich auch noch interessantes gefunden:

Der Tag der Sommersonnwende fällt auf den 21. Juni. Es handelt sich hier um den längsten Tag und die kürzeste Nacht. Es wird als eines der ältesten Feste gefeiert. Die Sonne steht auf ihrem Höhepunkt und schreitet danach den Rückzug an. Die Tage werden wieder kürzer und die Schatten länger. Die Ernte wächst heran. Es ist der offizielle Beginn des Sommers. Auch im Tier- und Pflanzenreich gibt es Parallelen dazu. Die Aussaat ist vorbei und die Reife beginnt. Die Sommersonnwende wird als das heiligste Fest im Jahresrad gefeiert. Es ist die Zeit der Heilung.

Zur Sommersonnenwende werden Feuer entzündet. Man huldigt noch einmal dem Sonnengott, bringt ihm Rauchopfer und begeht die zweite Jahreshälfte. Es wird noch einmal richtig mit der Sonne gefeiert und ums Feuer getanzt - im Kreis und im Uhrzeigersinn.

Das Fest wurde von der Kirche lange bekämpft und schliesslich umgestaltet und als Johannistag (24. Juni) gefeiert.

Das Johanniskraut steht mit diesem Tag in besonderem Zusammenhang. Man sagt, dass es an diesem Tag gesammelt, die grösste Heilkraft entwickelt. Auch hier werden Feuer, die sogenannten Johannisfeuer entzündet. Es werden grosse Holzstapel, egal ob zu Johanni oder zu Litha meist auf hohen Bergen oder höher gelegenen Plätzen angezündet. Die Natur bietet uns prächtige Zutaten von Blüten, Kräutern, Hölzern, Gewürzen, Pflanzen und Früchten. Die Asche jener Feuer wird auf die Felder gestreut, damit sie fruchtbar werden. Liebespaare springen gemeinsam über die Feuer und werfen Blumen in die Flammen. Wenn sie sich während des Sprunges an den Händen halten, ohne loszulassen, deutet dies auf eine dauerhafte Liebe hin. Das Springen durch das Feuer gilt als Reinigungsritual. An der Höhe des Sprunges wird auf gute oder schlechte Ernte geschlossen. Alles Alte, Unbrauchbare, Lebensbehindernde kann symbolisch ins Feuer geworfen werden. Das Hinabrollen brennender Sonnenräder über Hänge und das Schwingen von Fackeln im Kreis symbolisieren die ewige Drehung des Jahres-Rades.

Das Sonnenwendsträußchen birgt einen Gesundheitszauber fürs neue Jahr, bringt Kraft und Stärke. Aus Johanniskraut, Margeriten und Klee kann man einen kleinen Kranz binden, den man unter das Kopfkissen legt und der vor Krankheiten schützt. Auch kann man einen solchen Kranz zum Schutz der Haustiere und der Hausgenossen in die Fenster hängen.

Im Norden Europas gehört die Mittsommernacht zu den wunderschönen Ereignissen. Dort werden grosse Scheiterhaufen auf Flössen errichtet, sodass sich die hochaufschiessenden Flammen im Wasser spiegeln.

An diesem Tag endet die Rhabarber- und Spargelernte ("Spargelsilvester"). Die Johannisbräuche leben bei uns in alltäglichen Namen fort wie Johanniskraut, Johannisbrot oder Johannisbeere.

http://www.brauchtumsseiten.de/a-z/s/som...wende/home.html
Inhalte mit freundlicher Erlaubnis von
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