ein interessanter Link zu einem 2Tage-Workshop in London, England: Mar. 31st. 2007 - Apr. 1st. 2007
Ruachhealing mit GH frater PDR vom Esoteric Orden of the Golden Dawn (einem traditionsreichen, internationalen Orden, der sich der Heilung, dem Licht und der Magie widmet)
Der Mensch braucht Luft zum atmen, damit er leben kann.
Das hebräische Wort "ruach" steht in der Bibel oft im Zusammenhang mit Leben, mit Beleben, mit Lebensnotwendigem (z.B in Ezechiel). So heißt es im zweiten Schöpfungsbericht (Genesis 2,7): „Da formte Gott, der Herr, den Menschen aus Erde vom Ackerboden und blies in seine Nase den Lebensatem. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.“
Der Mensch trägt demnach den Atem Gottes in sich. Gott atmet in ihm. ER schenkt dem Mensch das Leben und macht ihn somit zu SEINEM Ebenbild.
Auch wenn der Mensch nicht mehr in der unmittelbaren Nähe Gottes (im Garten Eden) wohnen kann, ist Gott - im Alten Testament oft umschrieben mit dem Wort "ruach" - bei SEINEM Kind. Der Heilige Geist (ruach) wirkt als Triebkraft der Verwandlung. Ruach, Gottes Atem, ist ständig in Bewegung. Prozesse kommen in Gang: Heilung, Befreiung, Heiligung, Liebe und Wahrheit. Er läutert wie Feuer, bewegt zu uneigennützigem Handeln und stellt die Gottesebenbildlichkeit wieder her.
In den Psalmen ist Göttlicher Geist und menschlicher Atem, Angesicht Gottes und Antlitz der Erde jeweils durch dasselbe Wort - panim bzw. ruach - ausgedrückt.
Im Verlauf der Lebens- und Glaubensgeschichte Israels nimmt ruach auch die Konturen des Geist Jahwes, als Geist Gottes an. Ruach schafft Leben und belebt die Schöpfung; erweckt charismatische Rettergestalten und ProphetInnen; ruht auf Königen, besonders auf dem verheißenen endzeitlichen König, Knecht, Propheten, dem Sohn Gottes, Jesus. Die Ruach Jahwes erscheint nicht als selbständige Größe neben Gott, sie ist vielmehr die Zugewandtheit Gottes, - die Zugewandtheit Gottes "in Person".
In der hebräischen Sprache hat sich der erfühlte, erlebte Sinn des Wortes erhalten. Dieses alte hebräische Wort ist sehr lautmalerisch, sein Klang spricht auch heute noch vernehmlich zu uns:
mit diesem "u", das aus der Tiefe aufsteigt, um sich dann in dem "ach" zu entladen, ein Sturm, der sich erhebt und sich in die Welt entlädt.
Ruach umschreibt für mich die Kraft, durch die ich lebe, die mich geschaffen hat und mich jetzt am Leben hält, die mich beruhigt, tröstet und heilt, aber auch wach rüttelt und auffordert, das Leben zu wählen und meinen Weg zu gehen. Ruach ist auch die tiefe Sehnsucht und Ahnung in mir, dass alles SEINEN Sinn hat und gut wird. Raphaela Soden Quelle: http://www.mitglied.lycos.de/rsoden/ Licht und Liebe, Irmi