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...gelebte Spiritualität und gelebte Liebe


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Dieses Thema hat 3 Antworten
und wurde 846 mal aufgerufen
 Magische Orte, magische Tage
Irmel ( Gast )
Beiträge:

31.10.2006 19:41
Samhain Antworten
Samhain - (Sam-fuin)

Der Vorläufer von Halloween wurde auf Irland schon vor 5000 Jahren gefeiert und zählt somit zu den ältesten Festtagen der Menschheit.
Tatsächlich markierte der (heutige) 31. Oktober einen starken Einschnitt: Das Ende des Jahres.

Samhain (ausgesprochen etwa wie 'Sa-un' oder Sa-u-in ) soll sich in einer Deutung von 'sam-fuin' ableiten und das heisst Sommers-Ende *).
Das keltische Jahr beschränkte sich auf die Jahreszeiten Sommer und Winter und zu Samhain endete das alte und begann das neue Jahr. Deshalb kommt Samhain auch mehr Bedeutung zu, als dem Sommeranfang (Beltane, das nächstwichtige Fest).
Zum Zeitpunkt Samhain sollte alles abgeschlossen sein, was es an Aktivitäten in der Landwirtschaft gegeben hat. Und es war auch der Abend, an dem die häusliche Gemeinschaft der Großfamilie wieder komplett zusammensitzen konnte.
Nicht zuletzt dieses Beisammensein war Anstoß für eine Feier und für zahlreiches Zeremoniell.

Die Samhain-Orakel
Aufgrund des Jahresbeginnes hatten die Prophezie und diverse Orakel am Abend des Samhain Hochkonjunktur. Nun, da alle - von diversen Aussendiensten in der Landwirtschaft zurückgekehrt - erstmals seit langem wieder in Ruhe beisammen waren und ein halbes Jahr häusliche Gemeinschaft bevorstand, galt das Interesse natürlich dem sozialen Zusammenleben. Und den dazugehörigen Highlights: Heirat, Reisen, Wohlergehen, Tod.
Also wurde versucht herauszufinden, wem was bevorstehen sollte.

Vor allem die Frage der Vermählungen beherrschte die Wissbegier, deshalb gab es auch zahlreiche Methoden, dies herauszufinden (oder auch zu lancieren). Heute noch (spielerisch?) gepflogen ist der Ring im Kuchen (barmbrack). Wer den eingebackenen Ring in seinem Stück fand, dem sollte unweigerlich Zweisamkeit bevorstehen.
Haselnüsse und Getreidekörner wurden als befähigt angesehen, über die Zukunft einer Verbindung Bescheid zu wissen: Wurden zwei davon in's Feuer gelegt, so galt es zu hoffen, dass sie ganz einfach verbrannten - das versprach Bestand für die Ehe. Sprang hingegen eines aus dem Feuer, dann sollte einer der Partner untreu werden.

Da man damals derartige Orakel und Prophezeiungen ernstzunehmen pflegte, sie geradezu als Auftrag empfand, lässt sich annehmen, dass sich die meisten (zumindest die leichter machbaren) auch tatsächlich erfüllten.
Für die geweissagten Eheschließungen gab es dann noch gewissermaßen eine Bedenkzeit von einem halben Jahr, geheiratet wurde üblicherweise ein halbes Jahr später zu Beltane - man sprach dem Frühjahrsfest mehr Fruchtbarkeit zu.

Die Rückkehr der Toten
Samhain stand aber nebst mehr oder weniger spielerischem Brauchtum noch unter einem zweiten Zeichen: Einem gewissen Bruch im Zeitengefüge.
Dem (ein halbes Jahr dauernden) Tag sollte nun die Periode der Nacht folgen. Und da waren die Wände zu anderen Welten besonders dünn, weil das alte Jahr zu Einbruch der Dunkelheit endete und das neue mit dem nächsten Tagesanbruch begann - die dazwischen liegende Nacht war somit ein Freiraum.

Man glaubte, dass die Toten an diesem Abend die Erlaubnis hätten, an den Ort ihres früheren Lebens zurückzukehren. Und da es sich aufgrunddessen natürlich größtenteils um hochverehrte Ahnen handelte, standen die Lebenden dem Ereignis mit etwas gemischten Gefühlen gegenüber - mit Achtung und mit Scheu.
Grundsätzlich hatten die Kelten ein recht unbefangenes Verhältnis zum Tod - man fürchtete weder das Sterben noch die Verstorbenen, aber da viel Unerklärliches damit verbunden war, blieb doch eine gewisse Scheu.

Solcherart wurden auch aus zweierlei Gründen Speisen und Getränke für die Besucher aus der anderen Welt bereitgestellt: Zum einen wollte man die Toten, die sich hier versammelten, ehren und zum anderen versuchte man sie damit abzuhalten, irgendwelchen Schaden an Haus und Bewohnern anzurichten.
Eines wusste man in jedem Fall: die Toten sollten nicht mit Lebenden zusammentreffen - also begab man sich trotz des Festtages früh zu Bett, um die Stuben den Besuchern zu überlassen. Und wer ein Geräusch hörte, ging dem besser nicht nach, denn nicht allzu selten waren Neugierige ganz einfach in den anderen Welten verschwunden.
Verschwunden nicht deshalb, weil sie den Toten zum Opfer gefallen waren, sondern weil sie - begünstigt durch die Nähe der Verstorbenen - im brüchigen Zeitengefüge auf der falschen Seite gelandet waren ...

Die Mär vom Totengott
*) Eine bisweilen vertretene andere Meinung besagt, Samhain sei der Herr der Toten, der seinen Schäfchen zu Sommersende eine Nacht freigibt, um sich zu vergnügen (was eben Tote so drunter verstehen...). Nun ist es jedoch so, dass es für die Iren überhaupt keinen Herrn der Toten gab und umliegende Völker hatte nachgewiesenermaßen welche mit anderen Namen als Samhain.
So gerne wir sonst eigentlich zweite Meinungen mögen, werden wir diese Götter-Theorie also verwerfen. Es ist anzunehmen, dass sie vom Christentum verbreitet wurde, um das (in der Bevölkerung nicht auszurottende) 'heidnische' Fest Samhain in Misskredit zu bringen. Mehr dazu unter All Hallowed Evening.

Ebenso als falsch anzunehmen ist der Erklärungsversuch, warum man sich zu Halloween verkleidet.
Die Behauptung, zu Samhain zurückkehrende Tote wären auf der Suche nach Lebenden, um in deren Körper zu schlüpfen (weswegen man sie mit Verkleidungen täuschen müsse), ist schlichtweg falsch. Im Grunde kann man von einer gewissen gegenseitigen Achtung der Lebenden und Toten füreinander ausgehen (es sind schließlich zumeist Verwandte), auch wenn ein Zusammentreffen vermieden wurde.
Für das Verkleiden gibt es wesentlich einfachere Erklärungen, vor allem diejenige, dass man weniger Scheu vor etwas haben muss, in dessen Haut man schon einmal gesteckt hat bzw. erfolgt durch das Nachmachen auch eine gewisse Verniedlichung. In jedem Fall steckt im Verkleiden sicherlich mehr Offensiv-Strategie als blanke Angst.

Darüber hinaus waren in der Nacht zu Samhain aus rein praktischen Gründen zahlreiche Bedürftige unterwegs - und denen fiel es aufgrund zerlumpter Kleidung nicht schwer, 'geisterhaft' zu wirken. Mehr dazu unter Trick Or Treat - Stichwort 'dumb supper'http://members.chello.at/hhofer/hallowee...lantern.htm#tri.

Halloween - Hallowe'en - All Hallowed Evening
Lange noch bevor im 16. Jahrhundert die Eroberung des amerikanischen Kontinents im Namen der Kirche mit barbarischer Gewalt und unter Ausrottung bodenständigen religiösen Brauchtums vollzogen wurde, befleissigten sich die geistlichen Würdenträger schlauerer Methoden, um die Christianisierung voranzutreiben:
Da es nahezu unmöglich war, die Menschen, die zwar grundsätzlich geneigt waren, den neuen Glauben (mehr oder weniger) freiwillig anzunehmen, auch davon zu überzeugen, von ihren alten heidnischen Bräuchen zu lassen, wurden alle wesentlichen Feste des Jahres ganz einfach auf christlich umgepolt.

Aus alt mach' neu
Papst Gregor IV verfügte bereits im Jahre 837, dass in Umwandlung von Samhain (unter Berücksichtigung des originalen Anlasses) ebenfalls Tote geehrt werden sollten und setzte für den 1. November Allerheiligen an (gefolgt von Allerseelen am 2.). Solcherart wurde Samhain als Vorabend zu Allerheiligen und weil Allerseelen ohnedies dem alten Fest noch näher stand, der Wind aus den Segeln genommen und die Menschen mussten sich nicht allzusehr in ihren Feieraktivitäten umstellen (im Grunde überhaupt nicht).

Doch die Toleranz gegenüber dem Althergebrachten (weil Heidnischem) hielt nicht an und weil sich der Samhain-Gedanke partout nicht zurückdrängen lassen wollte, führten die Protestanten, in deren Herrschaftsgebiet die keltischen Bräuche fielen, im 16. Jahrhundert All Hallowed Evening (verkürzt Hallowe'en ) als christliche Feier ein.
Jedoch auch dieser Versuch scheiterte auf Dauer, zumindest im Gebiet der heutigen USA. Der Herrschaft der Anglikanischen Kirche Entronnene (vorwiegend Iren) kehrten sukzessive zum alten Brauchtum zurück und haben es lediglich erheblich modernisiert und das heutige Halloween in den USA daraus gemacht: Ein durchaus nicht christliches Fest.

Ein Dorn im Auge
Jedenfalls entspricht die geradezu gigantische Feststimmung zu Halloween wohl kaum christlichen Vorstellungen, aber wer kann es den US-Amerikanern verdenken: Mangels eines Karnevals oder Faschings (womit auch Mardi Gras nicht vergleichbar ist, welches Fest überdies auch hauptsächlich in den französischen Gebieten in New Orleans und Umgebung gefeiert wird), müssen die Amerikaner ihre Ausgelassenheit und ihr närrisches Treiben in eine einzige Nacht verpacken - in Halloween eben.

Es ist schon ein wenig amüsant (eigentlich sogar rührend), par distance zu beobachten, wie verschiedene christliche Gemeinschaften und Kirchen der USA bemüht sind, wenigstens noch etwas zu retten ohne gegen die übermächtigen Wölfe zu heulen und darum kämpfen, wenigstens den Jack O'Lantern, den durch und durch heidnischen Halloween-Kürbis, zu einem christlichen Symbol umzugestalten und den Kürbis mit ausgeschnitztem Kreuz zu propagieren.

Ein Beispiel ist hier zu finden: Der christliche Jack O'Lantern http://members.chello.at/hhofer/hallowee...lantern.htm#jac

Quelle: http://members.chello.at/hhofer/halloween-samhain.htm#sam
Licht und Liebe, Irmi

Irmel ( Gast )
Beiträge:

31.10.2006 19:53
#2 RE: Samhain Antworten
Samhain
Totenfest - Halloween
Nacht zum 1. November
Fest der Toten und der Anderswelt.
Symbole: Kürbis, Mais, Schädel

Das vielleicht unheimlichste Fest, aber auch ein sehr interessanter Tag: Am November-Vorabend ist der Schleier, der unsere Welt von der Anderwelt trennt am dünnsten (besonders im Nebel). Die Bewohner der Anderwelt, Feen und Elfen, kamen manchmal zu uns, und nahmen Menschenkinder, die sie für würdig befanden, mit in ihre Welt. Die Eltern hatten Angst und höhlten Kürbisse aus und schnitzten erschreckende Gesichter hinein (höchstes druidisches Symbol für Schutz). Dann wurde der Kürbis mit einer Kerze ans Fenster gestellt, um die Feen und Elfen abzuschrecken. Zu Samhain steht die Anderswelt offen, Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich, die Geister der Ahnen werden wach. Durch das rituelle Gedenken leben sie in unserem Geist weiter. Wir werden uns bewusst, dass sie ein Teil von uns und wir ein Teil von ihnen sind – und daß der Tod ein Teil des Lebens und das Totenreich (Annwn, Hel) ein Teil der Welt ist, ohne den es kein Leben gibt. Dieser Brauch wird heute noch gefeiert und ist unter dem Namen "Halloween" bekannt, das von den Kirchen als Allerheiligen bzw. Allerseelen vereinnahmt wurde. Samhain ist das Ende des alten Jahres und der Beginn des Neuen. Es ist ein Fest des Abschieds, bei dem die Verstorbenen geehrt werden. Anders als die Christen glauben die meisten Heiden an die Reinkarnation, so daß der Tod eine Notwendigkeit für neues Leben darstellt. Samhain ist ein Fest des Todes und der Hoffnung auf neues Leben. Auch markiert Samhain den Beginn des Jahres, den introspektiven Teil des Jahresrades, in dem man auf und vor allem in sich selbst schaut. Früher war die Zeit nach Samhain diejenige, in der die Leute vorwiegend im Haus blieben. Es ist eine stille, tote Zeit. Die Natur bereitet sich darauf vor, bis Imbolc zu ruhen, die Zugvögel sind im warmen Süden und das Land ist kalt und grau. Wenn sich nun die Naturenergien zur Ruhe begeben und die Dunkelheit des Winters regiert, ist es Zeit, sich selbst zu beobachten, auszuruhen und sich auf das kommende Jahr vorzubereiten. Es ist Zeit für einen Rückblick auf das, was im gerade vergangenen Jahr getan wurde und was das Jahr und die eigenen Taten gebracht haben. Es ist eine Gelegenheit, sich selbst kennenzulernen. Samhain ist das Fest, an dem Mutter Erde sich zur Ruhe begibt

Quelle:
http://www.nyarlathotep.de/okkult_kelten...der_samhain.htm

Licht und Liebe, Irmi

Irmel ( Gast )
Beiträge:

31.10.2006 20:03
#3 RE: Samhain - Wikipedia Antworten
Samhain
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Dieser Artikel behandelt den keltischen Feiertag Samhain.

Samhain [sawan] (irisch) ist das erste der Hochfeste im keltischen Jahreskreis, das ursprünglich in der Nacht des elften Vollmond eines Jahres, aber auch zu Neumond gefeiert wurde.

Es ist das Fest, das nach dem keltischen Kalender auf den Winteranfang fiel (siehe auch Steinzeitkalender).

Etymologie
Das irische Wort "Samhain", abgeleitet vom altirischen "Samain", "Samuin" oder "Samfuin", bezieht sich auf den 1. November ("lathe na samna" - "Tag des Samhain") und auf das Fest und die königliche Versammlung, die an diesem Tag ("oenaig na samna" - Samhain Nacht") im mittelalterlichen Irland stattfanden. Die Wortbedeutung wird als "Ende des Sommers" zusammengefasst, wobei die häufig anzutreffende Schreibweise mit F eine etymologische Analyse aus "Sam" ("Sommer") und "Fuin" ("Sonnenuntergang", "Ende") nahe legt. Das altirische "sam" ("Sommer") stammt vom prot-Indoeuropäischen "*semo-" ab. Verwandte Wörter sind das walisische "haf", das bretonische "hañv", sowie das altnorwegische "sumar", die alle soviel wie "Sommer" bedeuten. Ferner ist auch "sáma" aus dem Sanskrit zu erwähnen, was auch soviel wie "Jahreszeit" heißt.

Inzwischen wird es in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November gefeiert. Wobei eine Feier durchaus auch drei Tage um den eigentlichen Termin herumliegen kann. Laut McBain's Etymological Dictionary of the Gaelic Language bedeutet "samhuinn" (so die schottisch-gaelische Schreibweise) "Hallow-tide" (holiday), gemeint ist "summer's end". Laut Peter Berresford Ellis Dictionary of Celtic Mythology ist Samhain darüberhinaus der Name eines Keltischen Gottes, einer der Brüder von Cian und Goibhniu.

Entwicklung und Bedeutung
Die katholische Kirche hat das Fest Allerheiligen auf den 1. November gelegt - nach Ansicht einiger, um den heidnischen Bräuchen etwas entgegenzusetzen; dagegen spricht allerdings, dass der November-Termin für Allerheiligen zuerst im 9. Jahrhundert in Italien eingeführt wurde, wo Samhain unbekannt war. Der Abend vor Allerheiligen wird im Englischen als All hallows eve bezeichnet, das sich später zu Hallowe'en bzw. Halloween entwickelte.

Das Samhain/Halloween-Fest symbolisiert den Beginn des dunklen Halbjahres. An diesem Tag - so glaubten die Kelten - sei die Grenze zwischen den Welten wie auch an Beltane offen. Aus diesem Grund nahm man an, dass die verstorbenen Ahnen in dieser Nacht auf der Erde wandeln, um ihre Verwandten zu besuchen. Um ihnen den Weg zu leiten, stellte man Lichter in den Fenstern auf. Andere Interpretationen (z.B. Ellis) sagen, dass sich die Geister der Verstorbenen an den Lebenden rächen wollen und Unheil bringen. Deswegen war es wichtig sich zu verkleiden, um einerseits von den Geistern nicht erkannt zu werden oder sie andererseits selbst zu erschrecken. Beide Interpretationen finden sich noch heute sowohl in den leuchtenden Rübengesichtern als auch in den Kürbisfratzen und Spuk-Verkleidungen des nordamerikanischen Halloweens, das von irischen Auswanderern verbreitet wurde und mittlerweile auch in Deutschland an Popularität gewinnt.

Keltische Folklore
Die Feier des Samhain hat in verschiedenster Gestaltung als Feier zu Ehre der Toten überlebt. In Irland, Schottland sowie im gesamten Verbreitungs- bzw. Siedlungsraum der Kelten (zB: Wales) fand das "Féile na Marbh" ("Feier der Toten") an Samhain statt.

Der Vorabend zu Samhain (Samhain Eve, irisch/schottisches Gälisch "Oidhche Shamhna") gilt als eines der wichtigsten Feste des keltischen Kalender und findet meist um den 31. Oktober statt. Es symbolisiert die letzte Ernte. Im modernen Irland und Schottland kennt man Helloween im gälischen immer noch als "Oíche/Oidhche Shamhna".

Feuer spielten während der Feier eine große Rolle. Selbst noch in christlicher Zeit warfen Dorfbewohner die Knochen des geschlachteten Viehs in die Flammen. In der vorchristlichen, gälischen Welt kam dem Vieh eine herausragende Bedeutung zu. Das englische Wort "bonfire" leitet sich von diesen "Knochenfeuern" ("bone fires") ab, im Gälischen jedoch existiert keine solche Parallele. Als das Feuer entfacht war, löschten die Dorfbewohner alle anderen Feuer. Anschließend entzündete jede Familie ihren Herd im Stillen von der gemeinsamen Flamme; auf diese Weise wurden Einzelfamilien und Dorfgemeinschaft zusammengeschworen.

Gemäß der irischen Mythologie senkte sich in dieser Nacht das große Tor von Scathach, wodurch die Grenze zwischen den Welten verschwand und die Mächte des Chaos das Reich der Ordnung betraten; die materielle Welt vereinte sich mit der Welt der Toten. Zu dieser Zeit wandelten die Geister der Verstorbenen und jener, die noch geboren werden sollten, unter den Lebenden. Die Toten konnten zu den Orten, an denen sie gelebt hatten zurückkehren und man ehrte sie mit Speisen und Unterhaltung. In den drei Tagen vor Samhain stirbt der Sonnengott Lugh, der an Lughnasadh (1. August) versehrt wurde, durch die Hand seines Tánaiste (Gegenstück oder Erbe), den Herrn der Unordnung (lord of misrule). Lugh überschreitet die Grenze zwischen den Welten am ersten Tag des Samhain. Sein Erbe jedoch ist ein Geizhals und gibt trotz seines hellen Scheins am Winterhimmel keine Wärme ab und erwärmt auch nicht den Atem des Cailleach Bheare, des Nordwindes.

In einigen Teilen Westbrittanniens wird Samhain immer noch durch das Backen der "kornigou" eingeleitet. Dabei handelt es sich um Kekse in Form von Geweihen um an den Gott des Winters zu erinnern, der sein Geweih abwirft, wenn er in sein Reich in der Anderswelt zurückkehrt.

Die Römer sahen Ähnlichkeiten zwischen Samhain und ihrem eigenen Totenfest. Dieses allerdings fand um den 13. Mai herum statt.

Im Zuge der Christianisierung wurde das Fest im November zu Allerheiligen am 1. November, gefolgt von Allerseelen am 2. November. Dementsprechend wurde der 31. Oktober zum Vorabend zu Allerheiligen ("All Hallow's Eve") und die ursprünglichen Überbleibsel des Festes zu Ehren der Toten verwandelten sich in das weltliche Fest Halloween.

Neuheidentum
Im Neuheidentum und der Religion des Wicca gilt Samhain als einer der acht solaren Feiertage oder Sabbats. In der nördlichen Hemisphäre feiert man es am 31. Oktober oder 1. November, in der südlichen Hemisphäre am 1. Mai.

Neben Beltane ist Samhain eines der beliebtesten Feste bei Neuheiden. Öffentliche Samhain-Rituale ziehen viele Interessenten an. Es ist nach Lammas und Mabon das letzte der Erntedankfeste. In einigen Traditionen symbolisiert es den Tod der alten Gottheit.

Unter den Sabbaten geht ihm Mabon voraus, Yule folgt danach.

Aus astrologischer Sicht verkündet die Stellung der Pleiaden, der Wintersterne, die Vorherrschaft der Nacht gegenüber dem Tag. Samhain steht am Anfang der dunklen Jahreshälfte, die unter der Herrschaft des Mondes steht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Samhain
Licht und Liebe, Irmi

Waldbaum Offline

Schreibjunkie


Beiträge: 709

03.10.2007 09:58
#4 RE: Samhain - Wikipedia Antworten

Um die merkwürdige Aussprache zu erklären:

Samhain ist kein Sam-hain, sondern ein Sa-mhain.

Und mh ist eine Schreibung für eine Art "w".

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Ein Waldbaum kommt selten allein.

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